Grönemeyer in Flensburg : Das Herbert-Festival rund um die Exe

Herbert Grönemeyer in Aktion - leider nicht in Flensburg. Bilder von der Exe dürfen wir Ihnen laut Management nicht zeigen. Foto: dpa
Herbert Grönemeyer in Aktion - leider nicht in Flensburg. Bilder von der Exe dürfen wir Ihnen laut Management nicht zeigen. Foto: dpa

Riesenstimmung auf der Exe um 20.25 Uhr: Endlich ist er da, und 22.000 jubeln ihm zu. Monatelange Vorbereitungen machen sich in dieser Sekunde bezahlt. Für drei Stunden verlegt Grönemeyer die Flensburger Exe nach Bochum.

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10. Juni 2008, 11:10 Uhr

Flensburg | Anmerkung der Redaktion: Leider ist uns vom Management Grönemeyers überraschend untersagt worden, Bilder des Konzerts auf der Exe online zu publizieren. Wir können Ihnen daher keine aktuellen Fotos präsentieren.
"Kopf hoch, tanzen" und "Ein Stück vom Himmel", neue Songs des Albums "12", bekommen noch respektvollen Applaus. Doch spätestens ab der Hymne an seine Heimatstadt, verstärkt durch einen Chor von 22.000 Freiwilligen, liegt ihm das Publikum zu Füßen. Und nicht nur jene, die per Eintrittskarte Zugang in den umzäunten Bereich erlangt hatten. Der halbe Friesische Berg ist ein einziges Festival-Gelände, zu Hunderten stehen, sitzen und liegen die Menschen rund um die Exe, hören zu, trinken Bier und versuchen, einen Blick durch Lücken im Sichtschutz zu erhaschen.

Gesondert begrüßt werden jene Zuhörer, die waghalsig auf das Dach eines Hauses an der Katharinenstraße geklettert sind. Den Balkon darunter ziert ein Banner mit der eindeutigen Aufschrift "VIP".
Für Feuerzeuge ist es zu windig
Der Megastar des deutschen Rock lässt nach dem Auftakt mit dem Rapper Dendemann etwas auf sich warten und kommt erst um 20.30 Uhr auf die Bühne. Dann allerdings ist er sofort mitten im Publikum: Die erste Nummer singt er am Flügel, der am Ende des langen Laufstegs platziert ist. Hier gibt es beinahe Tuchfühlung mit den Fans. Jeans, weiße Turnschuhe, schwarzes Hemd, blaue Jacke: Anders als manche Besucher hat Herbert sich warm angezogen. Vor allem die westlichen Sitzplatz-Tribünen liegen voll im frischen Ostwind.

Bei Stück Nr. 5 dann erstmals Gänsehaut-Atmosphäre: "Halt mich" aus dem legendären "Ö"-Album von 1988. Für Feuerzeuge ist es leider zu windig. Danach darf sich die Band minutenlang austoben: "Alkohol", anmoderiert mit einer Schleife zum berühmten Bier der Fördestadt. Jetzt ist der Funke übergesprungen, bei "Mensch", seiner vielleicht berühmtesten Nummer, singen alle mit, die Exe ist ein einziges wogendes Meer von Menschen.
Herbert konnte nicht mit dem Boot kommen
Obwohl das Konzert so gut wie ausverkauft ist, wird es nicht bedrohlich eng auf der Exe. Überall herrscht eine friedliche Atmosphäre, das trockene Wetter ist auf der Seite der Flensburger und des Bochumers.

Der starke Ostwind hat allerdings einen besondere Künstler-Transit verhindert: Eigentlich sollte der Mann aus dem Ruhrpott ganz flott mit einem Boot bei seinem Hotel in Meierwik abgeholt und bis in die Hafenspitze geschippert werden. Davon haben seine Gastgeber aber wegen der frischen Brise abgesehen.

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