zur Navigation springen

Vergewaltigung Minderjähriger : Dänemark: Deutscher soll nach Sex-Übergriffen ausgewiesen werden

vom
Aus der Onlineredaktion

7000 SMS liegen dem Gericht als Beweis vor: Ein Deutscher muss sich wegen Vergewaltigung eines jungen Mädchens und diverser weiterer Sexualdelikte verantworten.

shz.de von
erstellt am 20.Jan.2016 | 11:19 Uhr

Kopenhagen | Ein 49-jähriger Deutscher, der im Norden der dänischen Hauptstadtinsel Seeland lebt, hat in den vergangenen Jahren ein breites Netzwerk aus falschen Identitäten gesponnen, mit dem er junge Mädchen im Internet kontaktiert hat. Das wurde am Montag beim Prozess im Kopenhagener Stadtgericht deutlich. Dort muss der mutmaßliche Täter sich unter anderem wegen der Vergewaltigung einer 14-Jährigen mit geistiger Behinderung verantworten. Insgesamt soll der Angeklagte mehr als 7000 Textnachrichten mit 15 Teenagermädchen ausgetauscht haben, die er laut Anklage zu Sex verführen oder zwingen wollte. Der Angeklagte hat mehrere Vorwürfe eingeräumt, darunter, dass er im vergangenen Winter ein Mädchen mit Nacktbildern erpresst habe.

Auch, dass er mit dem geistig behinderten Mädchen Sex hatte, gesteht er ein. Er habe allerdings nicht gewusst, dass dieses Unrecht sei, so der Angeklagte. Er habe angenommen, dass alle Mädchen, mit denen er Kontakt hatte, älter als 15 Jahre alt gewesen seien.

Auf die Schliche gekommen sind die Behörden dem Mann, weil die Mutter der 14-Jährigen die Polizei alarmierte. Der Angeklagte stammt ursprünglich aus Deutschland, lebt aber seit Jahren mit seiner Familie in Dänemark. Die Staatsanwaltschaft verlangt seine Ausweisung und eine Gefängnisstrafe sowie das Verbot, sich beruflich oder in der Freizeit mit Kindern zu beschäftigen.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert