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Nach Kauf durch Facebook : WhatsApp - die Alternativen

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Sie heißen Threema oder Telegram. Wer sich nach dem Facebook-Kauf von WhatsApp trennen will, hat mehrere Alternativen.

Seit dem Kauf von WhatsApp durch Facebook sind manche auf der Suche nach einer Alternative. Beim Wechsel müssen bisherige WhatsApp-Kunden aber darauf achten, dass sie die App nicht nur deinstallieren. Darauf weist das Telekommunikationsportal „Teltarif.de“ hin. Stattdessen sollten sie zunächst in den Einstellungen unter „Account“ ihr Konto löschen - ansonsten bleiben die Daten des Nutzers weiter auf den Servern des Unternehmens gespeichert. Wer WhatsApp danach doch wieder installiert, muss eine schon bezahlte Jahresgebühr allerdings noch einmal entrichten.

Alternative Messenger gibt es viele. Für Nutzer, die viel Wert auf Sicherheit und Datenschutz legen, sind vor allem die Apps mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung interessant. Zu ihnen gehört zum Beispiel Telegram, das für iOS und Android gratis erhältlich ist - zurzeit allerdings nur in englischer Sprache.

Deutschsprachig und kostenpflichtig ist das in der Schweiz entwickelte Threema. Bei beiden Apps müssen sich bisherige WhatsApp-Nutzer in Sachen Benutzerführung nicht groß umstellen.Wer die Alternativ-Messenger so nutzen will wie bisher WhatsApp, muss allerdings auch seine Freunde zum Umstieg überreden.  Mit der Verschlüsselung und dem Slogan "Made in Switzerland" trifft Threema gerade den Zeitgeist. Auch Datenschützer wie Thilo Weichert aus Schleswig-Holstein weisen auf Threema hin. Ein Problem ist allerdings: Die Macher legen den Quellcode nicht offen. Dadurch ist für Außenstehende nicht nachvollziehbar, ob die Versprechungen in Sachen Datenschutz auch eingehalten werden.

Etwas anders ist das bei Apps wie ChatSecure und dem nur für Android erhältlichen Xabber: Diese arbeiten mit dem sogenannten XMPP-Protokoll - Nutzer können so auch ihre Konten von einigen anderen Diensten nutzen und mit anderen kompatiblen Apps wie Google Hangouts, dem Facebook-Chat und vielen Messengern für den Desktop-PC kommunizieren.Damit die Verschlüsselung funktioniert, müssen die Apps von Sender und Empfänger allerdings die gleiche Technologie einsetzen.

Außerdem ist die Bedienung vieler XMPP-Messenger komplizierter als bei der Konkurrenz und die Liste an Features kürzer. Bilder und Videos lassen sich damit zum Beispiel oft nicht verschicken.

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erstellt am 22.Feb.2014 | 11:37 Uhr

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