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Sicher vor Wind und Wetter : Vor Herbst und Winter: Check-up der Außenhülle des Hauses

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Vorbei ist die schöne Zeit: Regenschauer, Herbststürme und Schneegestöber ziehen bald wieder auf. Neben offensichtlichen Schäden am Haus sind vermeintliche Kleinigkeiten wie Risse im Putz oder beschädigten Ziegel die größte Gefahr. Es drohen hohe Folgeschäden.

shz.de von
erstellt am 02.Okt.2017 | 04:10 Uhr

Köln/Berlin (dpa/tmn) – Machen wir uns nichts vor: Bald ist Winter. Bitterkalte Nächte, stürmische Tage und viel Regen kommen - und das schneller als man oft zum Herbstbeginn denkt. Davor sollte das Haus rundum geschützt sein. Teils müssen Profis dabei helfen.

«Hausbesitzer sollten möglichst zweimal pro Jahr einen Check-up der Außenhaut ihres Gebäudes vornehmen - im Frühjahr und Herbst», rät Corinna Kodim vom Eigentümerschutzverband Haus & Grund Deutschland. «Beim Herbstcheck kommt es besonders darauf an, Undichtigkeiten zu beseitigen.» Auf diese sensiblen Punkte am Haus sollten Hausbesitzer besonderes Augenmerk legen:

- DACH: In ein undichtes Dach kann Feuchtigkeit gelangen. Manfred Gunkel vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks in Köln rät, auf die Stellen besonders zu achten, an denen das Wasser konzentriert abgeleitet wird. «Also an Kehlen, hinter dem Schornstein und an Dachaufbauten», erläutert Gunkel. «Dort sollte man besonders gründlich reinigen und nach Beschädigungen suchen.» Im Rahmen ihrer Verkehrssicherungspflicht müssen Hausbesitzer darauf achten, dass von ihrem Dach keine Gefahr ausgeht. Alles muss fest sitzen. Besonders nach Stürmen sollte geprüft werden, ob Dachziegel fehlen, beschädigt sind oder ob die Dachhaut Schaden genommen hat. Auch Solar- und Antennenanlagen könnten in Mitleidenschaft gezogen worden sein.

- AUßENWÄNDE: Durch Risse und abgeplatzten Putz an der Fassade dringen Nässe und Frost ein. «Solche Schäden müssen unbedingt vor dem Winter beseitigt werden, sonst drohen teure Folgeschäden», warnt Stefan Würzner vom Bauherren-Schutzbund in Berlin. Die Dämmung kann etwa ihre Wirkung verlieren. Deshalb sollten Hausbesitzer auch kleinste Schäden ernst nehmen. Besonders kritische Stellen sind die Anschlusspunkte zu den Fensterbrettern.

- REGENRINNEN: Dachrinnen müssen frei von Laub sein, damit Regen- und Schmelzwasser gut ablaufen kann. Besonders beansprucht sind die Rinnen beim Wechsel von Frost- und Tauperioden. Dann kann sich bei geneigten Dächern an der Rinne eine Eisschanze bilden, die den Abfluss des Schmelzwassers verhindert. Es kommt zum Rückstau, der Wasser in das Hausinnere drücken kann. Kommt das oft vor, kann sich eine Regenrinnen-Heizung lohnen. Auf Dächern über Gehwegen oder Hauseingängen sind Schneefanggitter sinnvoll.

- ROLLLÄDEN: Automatische Rollläden frieren bei Minusgraden schnell an den äußeren Fensterbrettern fest. Die Motoren sind zu schwach, um die Rollläden zu lösen und gehen kaputt. Die Abhilfe: Ein Stück Holz oder einen Korken dazwischen legen, rät Würzner.

- HOLZELEMENTE AN FENSTERN, TÜREN UND FASSADEN: Sind Auffälligkeiten an der Holzbeschichtung von Fenstern, Türen und Vorhangfassaden tieferliegend oder oberflächlich? Bei letzterem genügt eine gründliche Reinigung, sagt Ulrich Tschorn vom Verband Fenster + Fassade. Gibt es tiefe Risse und Blasen, setzt sich Feuchtigkeit unter die Beschichtung. Sie muss erneuert werden.

- BALKON UND TERRASSE: Der Ablauf an Balkon und Terrasse sollte frei von Laub und Schmutz sein. Sonst fließt das Wasser nicht ab und sucht sich Wege unter Fliesen, Bodenplatten oder ins Mauerwerk, so Kodim.

- FALLROHRE UND DACHABLÄUFE: Undichte Rohren sollten Hausbesitzer umgehend reparieren. Schäden können große Probleme bereiten, wenn austretendes Wasser über längere Zeit an der Fassade herunterläuft. An Frosttagen kann das gestaute Wasser zu Eis gefrieren - und die Rohre platzen.

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