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Gesund zur Schule : Schulranzen für den Rücken besser als Rollkoffer

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Bücher, Hefte, Federtasche und Trinkflasche - meist haben schon Erstklässler schweres Gepäck zu tragen. Ein Rollkoffer könnte da eine Entlastung sein. Fachärzte raten jedoch davon ab.

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Kurz vor dem Schulbeginn steht der Kauf eines Schulranzens an. Manche Eltern sorgen sich, dass der Rucksack zu schwer für ein fünf- oder sechsjähriges Kind sein könnte.

«Diese Sorge ist in der Regel unbegründet», sagt Prof. Frank Kandziora, Facharzt für Orthopädie von der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Frankfurt am Main. Auf ein paar Dinge gilt es allerdings zu achten:

- Ein klassischer Schulranzen ist dem Experten zufolge geeigneter als etwa eine Tasche mit Rollen. «Die Last wird bei den Rucksack-Modellen gleichmäßig verteilt.» Bei Rollkoffern ziehen die Kinder dagegen nur mit einem Arm das komplette Gewicht.

- Der Ranzen sollte breite, gut gepolsterte Riemen haben, die nicht drücken.

- Entscheidend ist auch, dass der Inhalt des Rucksacks gleichmäßig verteilt ist und nicht zum Beispiel alle Bücher auf einer Seite liegen. Darüber, wie schwer der Ranzen insgesamt sein darf, gibt es unterschiedliche Ansichten. «Zehn Prozent des Körpergewichts sind unproblematisch», erklärt Kandziora. Darüber, ob mehr als diese zehn Prozent dem kindlichen Rücken schaden, wird unter Experten diskutiert. Untersuchungen der Universität des Saarlandes legen nahe, dass Kinder bis zu einem Drittel ihres Körpergewichts tragen können.

Abstract der Studie von Oliver Ludwig

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erstellt am 24.Jul.2017 | 04:53 Uhr

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