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Kritik an neuen Facebook-Regeln

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 06.Sep.2013 | 00:34 Uhr

In Zukunft will sich Facebook die automatische Erlaubnis zusichern, Profilbilder der Nutzer in Werbeeinträgen zu verwenden. Die geplante Veränderung in den Nutzungsbedingungen kritisieren amerikanische Datenschutzgruppen und schrieben einen Brief an die US-Aufsichtsbehörde FTC, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg gestern.

Facebook dagegen verweist darauf, dass die Änderung nur die bestehende Werbepraxis für die Nutzer verständlicher machen soll. Dabei geht es um die sogenannten „sponsored posts“. Bei diesen Werbe-Einträgen auf Facebook könnte zum Beispiel ein Produkt mit dem Bild und Namen eines Facebook-Nutzers angepriesen und sichtbar für die Facebook-Kontakte des Nutzers werden. Die Firmen bezahlen Facebook dafür, solche Updates in den Nachrichtenstrom der Nutzer zu platzieren.

In den neuen Nutzungsbedingungen heißt es: „Du erteilst uns deine Erlaubnis zur Nutzung deines Namens, Profilbilds, deiner Inhalte und Informationen im Zusammenhang mit kommerziellen, gesponserten oder verwandten Inhalten (z. B. eine Marke, die dir gefällt)“.

Das gelte auch für minderjährige Nutzer. Sie versichern der Richtlinie zufolge, dass ein Elternteil den Facebook-Regeln zugestimmt habe. Bei Facebook dürfen sich offiziell erst Jugendliche ab 13 anmelden. Außerdem schreibt Facebook, dass Werbung nicht immer als solche gekennzeichnet werden solle. Facebook zufolge dient die Änderung dazu, um Regeln klarzustellen. „Wir haben unsere Werbepraktiken oder -politik nicht geändert – wir machen die Dinge nur deutlicher für die Menschen, die unseren Dienst nutzen“.

Allerdings gibt es in Deutschland eine Sonderregelung: Hier wird ausdrücklich erwähnt, dass Mitglieder diese Funktion ausschalten können – in den Einstellungen zur Privatsphäre unter dem Bereich „Werbung“.

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