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Deutsche Post setzt auf boomenden Internethandel

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Frankfurt/Main/Berlin (dpa) - Die Deutsche Post setzt weiter auf einen Boom im Internethandel.

shz.de von
erstellt am 29.Mai.2013 | 05:11 Uhr

Frankfurt/Main/Berlin (dpa) - Die Deutsche Post setzt weiter auf einen Boom im Internethandel.

Der Trend zum Online-Einkauf werde in den kommenden fünf bis sieben Jahren für weitere Steigerungen sorgen, kündigte Post-Chef Frank Appel bei der Hauptversammlung des Dax-Konzerns am Mittwoch in Frankfurt an.

Zudem soll das Asien-Geschäft in Zukunft deutlich an Bedeutung gewinnen.

Im laufenden Jahr soll der operative Gewinn wie geplant von zuletzt knapp 2,7 Milliarden auf 2,7 bis 2,95 Milliarden Euro steigen. Bis 2015 ist eine weitere Steigerung auf 3,35 bis 3,55 Milliarden Euro geplant.

Das Gewinnwachstum soll aus den DHL-Sparten kommen, in denen das Express- und Frachtgeschäft sowie die Lieferkettenlogistik gebündelt sind. Den Umsatzanteil aus der Region Asien-Pazifik will DHL bis zum Jahr 2017 von zuletzt 20 Prozent auf ein Drittel steigern.

Die heimische Briefsparte leidet hingegen seit Jahren unter der Konkurrenz insbesondere durch E-Mails. Der vom Internethandel angetriebene Paketversand soll den Gewinn der Sparte bei gut einer Milliarde Euro stabilisieren.

Der elektronische, rechtssichere E-Postbrief soll dem Unternehmen auf dem Heimatmarkt ebenso helfen wie der ab November geplante Einstieg ins Fernbusgeschäft zusammen mit dem ADAC.

Auf dem Briefmarkt hat trotz voller Marktöffnung im Jahr 2008 die Deutsche Post nach wie vor das Sagen. Konkurrenten fühlen sich gerade im Geschäft mit lukrativen Geschäftskunden seit langem ausgebremst.

Doch nun will die schwarz-gelbe Koalition Ernst machen mit den umstrittenen Plänen für mehr Wettbewerb. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch in Berlin den vor längerer Zeit angekündigten Entwurf der Postgesetz-Novelle.

Aus Sicht der Bundesregierung profitieren davon auch Verbraucher - etwa durch günstigere Preise und mehr Angebote. Die Deutsche Post lehnt die Pläne dagegen weiter ab und hält das Gesetz für nicht notwendig. Sie fürchtet auch Nachteile im Geschäftskundenmarkt.

Mitteilung Rösler

Gesetzentwurf

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