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Computer : Den Router vor Hackern schützen

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Hacker attackieren nicht mehr nur Computer, sondern auch Router. So können sie beispielsweise Bankdaten abgreifen. Nutzer fragen sich häufig, wie sie solch eine Manipulation erkennen können? Wie können sie sich schützen?

shz.de von
erstellt am 12.Sep.2013 | 15:16 Uhr

Die Schaltzentrale von Netzwerken kann von Hackern angegriffen werden. «Es gibt spezielle Malware, die den Router angreift und umkonfiguriert», sagte Erik Tews vom Center for Advanced Security Research (CASED) an der Technischen Universität Darmstadt. Surft der Nutzer dann zum Beispiel zu seiner Bank, leitet ihn der Schädling im Router unbemerkt zu einer anderen Seite um, die Kontodaten abgreift oder weitere Viren und Trojaner auf den Rechner schmuggelt.

Erkennen können Nutzer die Manipulation nur durch genaues Hinsehen. So bietet die Hacker-Webseite zum Beispiel in aller Regel keine verschlüsselte Verbindung, erklärte Tews. In der Adressleiste ist dann, anders als beim regulären Onlinebanking, kein Vorgängeschloss und die Abkürzung «http» statt «https» zu sehen. Manche Angreifer versuchen auch, die Verschlüsselung vorzutäuschen. «Dann müsste der Browser eine Warnung herausgeben, dass das Zertifikat nicht bekannt ist», erläuterte der Sicherheitsexperte.

Um gar nicht erst in eine solche Situation zu kommen, sollten Anwender den Router vor Angriffen schützen. Denn Hacker nutzen meistens Sicherheitslücken in der möglicherweise veralteten Software der Geräte aus. Viele Hersteller ergreifen aber Gegenmaßnahmen: «Wie bei Programmen gibt es auch für Router Updates», sagte Tews. «Neuere Geräte aktualisieren sich in der Regel automatisch.» Besitzer älterer Modelle müssen die neue Firmware möglicherweise auf der Webseite des Herstellers herunterladen.

Eine weitere Sicherheitsmaßnahme ist ein Wechsel des Router-Passworts. Denn wenn der Angreifer sich Zugang zum Netzwerk des Opfers verschafft und den Zugangscode kennt, braucht er für seinen Angriff nicht einmal eine Sicherheitslücke. «Die Router haben alle ein Standardpasswort, dass sich leicht herausfinden lässt», warnte Tews. Nutzer sollten den Code daher am besten zumindest einmal ändern.

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