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Computer : Bericht: Microsoft und AmEx wollen bei Foursquare einchecken

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Microsoft und American Express wetteifern laut einem Medienbericht um eine Investition in den Online-Dienst Foursquare, bei dem Nutzer sich gegenseitig über ihren aktuellen Aufenthaltsort informieren können.

Zugleich spreche Foursquare mit anderen Investoren, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Freitag. Das Interesse des Windows-Riesen und des Kreditkarten-Konzerns ist ein Zeichen dafür, dass Foursquare Fortschritte bei der Suche nach einem Geschäftsmodell macht.

Foursquare hat nach jüngsten Angaben 35 Millionen Nutzer, die pro Tag rund sechs Millionen Mal an verschiedensten Orten wie Restaurants, Geschäfte oder Sehenswürdigkeiten «einchecken». Der Dienst arbeitet seit Jahren daran, auf dieser Basis Geld zu verdienen. Zusätzlich zu Dienstleistungen für Geschäftsinhaber setzt Foursquare inzwischen verstärkt auf gezielte Werbung.

In den USA testet der Dienst seit Sommer ein System, bei dem nach Check-Ins Anzeigen eingeblendet werden können. Sie würden mit einer Quote von 15 Prozent deutlich häufiger angeklickt als übliche Online-Werbung, sagte Foursquare-Manager Steven Rosenblatt in einem Bloomberg-Interview. «Unser Geschäftsmodell funktioniert.» Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Foursquare der Agentur zufolge allerdings nur zwei Millionen Dollar Umsatz.

Microsoft versucht schon seit längerem, in die Welt der Internet-Dienste vorzustoßen und ist unter anderem an dem weltgrößten Online-Netzwerk Facebook beteiligt. American Express bietet Kunden bereits zum Teil günstigere Preise, wenn sie über Foursquare einchecken. Das wertvolle an dem Geo-Dienst sind die Profile der Nutzer, mit denen Werbetreibende dank der Check-Ins gezielt einzelne Zielgruppen ansteuern können. Die Verknüpfung von Informationen über Interessen der Nutzer mit ihrem aktuellen Aufenthaltsort gilt als Schlüssel für eine neue Art von Werbung auf den allgegenwärtigen Smartphones. Das Geschäft steckt aber noch in den Kinderschuhen.

Foursquare will im Herbst seine Apps mit neuen Funktionen attraktiver machen. So sollen Nutzer automatisch Empfehlungen bezogen zu ihrem aktuellen Aufenthaltsort bekommen. Zum Beispiel könnten es Tipps zu beliebten Gerichten sein, wenn man ein Lokal betritt. Die im Hintergrund laufende Foursquare-App wird dafür von alleine erkennen, wo sich der Nutzer gerade aufhält.

Zunächst wird das neue System von 2000 Android-Nutzern getestet, bis Jahresende sollen die neuen Apps für das Google-Betriebssystem und Apples iPhones für alle verfügbar sein, kündigte Gründer Dennis Crowley in der «New York Times» an. Die automatischen Funktionen seien ein entscheidender Durchbruch für Foursquare, betonte er. Man habe darauf mit der gesamten bisherigen Entwicklung hingearbeitet.

Ein Vorläufer der Funktion war unter dem Namen «Radar» vor rund zwei Jahren am erhöhten Stromverbrauch der Smartphones gescheitert, jetzt habe man das Problem im Griff. Die Nutzer werden aber auch weiterhin manuell Einchecken können, stellte Foursquare nach einer ersten missverständlichen Darstellung klar.

Bloomberg-Bericht

Foursquare zu neuer App in «New York Times»

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erstellt am 30.Aug.2013 | 07:13 Uhr

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