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Legalisierung in den USA : California Dreamin': Ab März gibt es Kaffeekapseln mit Marihuana

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Aus der Onlineredaktion

Biologisch abbaubar sollen sie sein, universalkompatibel, wohlschmeckend – und berauschend.

San Diego | Das Geschäft mit dem legalisierten Cannabis in Teilen der Vereinigten Staaten ist milliardenschwer. Nicht nur der Handel mit der Droge selber floriert, sondern auch der Deal mit Gütern, die den Genuss alltagstauglich machen sollen. Für Freunde des morgendlichen Rausches, Nichtraucher und jene, die vom Kiffen müde Augen kriegen, hat die im kalifornischen San Diego ansässige Firma Brewbudz eine Lösung entwickelt. Sie bringt im März spezielle Kaffeebehälter auf den Markt, die in jede kapselbasierte Portionskaffeemaschine passen sollen. Das berichtet das US-Wirtschaftsportal „Quartz“.

Legales Kiffen ist in den USA auf dem Vormarsch. Der Staat will Verkaufs- und Anbausteuern erheben und damit von der Legalisierung der Droge zum Genussmittel finanziell profitieren. In Kalifornien war medizinisches Marihuana war bereits 1996 legalisiert worden, 2016 stimmten die Bürger für eine Freigabe der Droge für den Privatgebrauch.

Natürlich wird sich beim Brühvorgang nicht nur der koffeinhaltige Hauptgeschmacksträger im heißen Wasser auflösen: Auch THC-haltige Cannabis-Blütenextrakte sind in den Kapseln vermengt, die wohl sieben Dollar kosten werden. Laut dem Hersteller wird es nicht bei Kapseln mit dem beliebtesten Heißgetränk bleiben. Die Produktpaletten soll in Zukunft auch Tees, heiße Schokolade und entkoffiinierten Kaffee enthalten. Die Dosen sollen bei zehn Milligramm für Freizeit-Konsumenten und bei 50 Milligramm für medizinische Verbraucher liegen.

<p>Machen Deutschland zum Verpackungsmüll-Europameister: Kaffee-Kapseln aus Aluminium.</p>

Machen Deutschland zum Verpackungsmüll-Europameister: Kaffee-Kapseln aus Aluminium.

Foto: imago/Geisser

Kaffee-Kapseln gehören auch in Deutschland zu den wachsenden Segmenten im Kaffeemarkt. 20.600 Tonnen wurden 2015 davon verkauft, mit hohen Gewinnmargen für die Hersteller aber mit schweren Konsequenzen für die Umwelt: Auf sechs Gramm Kaffee kommen dort laut der „Deutschen Umwelthilfe“ in der Regel fünf Gramm Abfall. Die Verpackungen fanden sich unter anderem auch in den Mägen der verendeten Pottwale an der Westküste wieder. Laut der Brewbudz-Website sollen die eigenen Kapseln allerdings zu 100 Prozent kompostierbar sein und in fünf Wochen ohne giftige Reste verrotten.

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erstellt am 06.Dez.2016 | 12:52 Uhr

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