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Analyse zur Bundestagswahl : Wahlkampf im Social Web: AfD liegt bei Interaktionen vorn

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„Storyclash“ analysiert seit Wochen Interaktionen der Parteien und Spitzenkandidaten – mit eindeutigem Ergebnis.

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erstellt am 06.Sep.2017 | 11:47 Uhr

Linz/Berlin | Die AfD und die SPD profitieren im Online-Wahlkampf. Das zeigt eine Analyse der Social-Media-Monitoring-Plattform „Storyclash“. Demnach ist die Anzahl der Interaktionen mit politischen Parteien und deren Spitzenkandidaten im Social Web zuletzt deutlich angestiegen.

Storyclash untersucht bereits seit Juli die Performance der Parteien und deren Spitzenkandidaten bei der kommenden Bundestagswahl. Dabei hat das in Linz (Österreich) ansässige Unternehmen bereits 6,8 Millionen Social-Media-Interaktionen ausgewertet. Als Social-Media-Interaktionen werden alle Likes, Shares, Kommentare oder sonstigen Reaktionen auf ein öffentliches Posting auf Facebook, Instagram oder Twitter zusammengefasst. Storyclash berücksichtigt dabei alle Parteien und Spitzenkandidaten, die laut aktuellen Prognosen die Fünf-Prozent-Hürde überwinden und zusätzlich eine öffentliche Facebook-Seite betreiben.

Das Ergebnis: In der letzten Woche haben die Interaktionen mit AfD-Inhalten um 140 Prozent zugelegt. Das dürfte die Partei mit Spitzenkandidatin Alice Weidel freuen. Auch die SPD konnte bei den Interaktionen um 80 Prozent zulegen. Die CDU hingegen musste etwas zurückstecken.

Nachfolgende Grafik zeigt diese Social Media Interaktionen der Spitzenkandidaten und Parteien im Zeitverlauf.

Ein Grund für das heftige Plus der beiden Parteien ist eine neue Methode. Anders als in vorhergehenden Analysen sind in der letzten Woche auch Interaktionen auf Beiträge analysiert worden, die ursprünglich nicht von der Partei oder einem Spitzenkandidaten stammen. So zum Beispiel Interaktionen auf Beiträge, in denen ein Artikel einer Tageszeitung geteilt wird.

Für das Marketing-Magazin „Horizont“ dürfte der Höhenflug der AfD noch einen weiteren Grund haben. Wie das Portal schreibt, wird die AfD im Social Web neuerdings von der US-Agentur Harris Media unterstützt, die bereits für die israelische Regierungspartei Likud, die britischen Europafeinde von Ukip und Donald Trump arbeitete. In der letzten Woche konnte die AfD ihre Social-Media-Interaktionen um 140 Prozent steigern. Eine höhere Taktung der Beitrage ist für das Plus von gut 472.000 Interaktionen mitverantwortlich. 100 Posts wurden in der Woche veröffentlicht. Hinzu kommen ein TV-Wahlwerbespot sowie das Promoten von Alice Weidel vor den TV-Duellen.

Schon in der letzten Woche zeigte Storyclash auf, wie die Parteien im Social Web im Vergleich zu den Umfragen der Meinungsforschungsinstitute abschneiden. Die Grafik zeigt die Performance auf den Social Media Kanälen von Parteien und Spitzenkandidaten anhand von 837.918 gemessenen Social Media Interaktionen der vorletzten Woche (KW 34) im Vergleich mit den Umfrageinstituten Emnid und Infratest dimap sowie das allgemeine Suchinteresse auf Google Trends.

 
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