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Infografiken zur Bundestagswahl 2017 : Wählerwanderung: Wie sich die Parteien gegenseitig die Stimmen abluchsten

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Die Volksparteien haben Stimmen verloren, AfD, FDP, Linke und Grüne aber hinzugewonnen. Welche Partei wilderte wo?

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2017 | 13:02 Uhr

Berlin | Von Volatilität sprechen Politikwissenschaftler, wenn die Wähler ihr Wahlverhalten ändern und ihre Stimme nicht mehr über traditionelle Bindungen immer derselben Partei geben. Bei der Bundestagswahl 2017, die durch den Einzug der AfD in den Bundestag gemeinhin als „Zäsur“ für die politische Kultur angesehen wird, gab es besonders viele Wähler, die ihr Kreuz an anderer Stelle setzten als noch vor vier Jahren.

Die AfD rekruitierte ihre neue Wählerschaft vor allem bei den Unions- und Nichtwählern, aber auch auf der extrem rechten und der linken Seite.

Auch die FDP, die nach vier Jahren den Wiedereinzug in Parlament schaffte, konnte in großer Zahl frühere CDU-Wählerstimmen auf sich vereinen.

Bei der Union fiel die Wählerwanderung auf der Haben-Seite eher gering aus. Immerhin 380.000 Nichtwähler setzten ihr Kreuz bei den Christdemokraten, von den Sozialdemokraten ließen sich kaum Wähler ins Unionslager lotsen.

Auch für die SPD gab es bei den Wählern des GroKo-Partners nicht viel zu holen. Immerhin 360.000 Nichtwähler gaben ihre Zweitstimme den Sozialdemokraten. Hingengen verloren sie in großer Zahl Stimmen an die kleineren Parteien. 500.000 gingen zur Wählerschaft der AfD über.

Die Grünen, die am Ende überraschend auf über acht Prozentpunkte kamen, konnten hauptsächlich bei der SPD punkten.

Auch bei der Linken gab es Abwanderungen. Etwa 400.000 Bürger, die 2013 noch für die Linke stimmten, wechselten diesmal komplett das politische Spektrum und gingen mit ihrem Kreuz zur AfD über.

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