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Bundestagswahl 2017 : Sonnencreme als „Schulz-Schutz“: Für diese Idee droht der Jungen Union Ärger

vom

Markensonnencreme ohne Genehmigung - mit dem „Schulz-Schutz“ hat sich die Junge Union selbst verbrannt.

Witzig ist die neueste Aktion der Jungen Union auf jeden Fall. Die Story dahinter aber auch: Sie verteilte Flyer mit eingeklebter Sonnencreme und dem Hinweis „Schulz-Schutz der Jungen Union“ - als Seitenhieb auf den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz. Das Problem: Bei dem Sonnenschutz handelt es sich um ein Produkt des Unternehmens Beiersdorf - und das wusste nichts von der Aktion. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

Die Marke sei verwendet worden, ohne das vorher abzustimmen, sagte eine Sprecherin. „Beiersdorf und seine Marken sind grundsätzlich politisch unparteiisch, entsprechend distanzieren wir uns von jeder Einbindung unserer Marken und Produkte im Rahmen von Parteikampagnen.“ Ob das Unternehmen gegen die Wahlwerbung vorgeht, teilte die Sprecherin nicht mit.

Rechtliche Konsequenzen muss die Partei wohl nicht fürchten. „Das Markenrecht greift in diesem Fall nicht, weil hier politisch und nicht geschäftlich gehandelt wird“, erklärte Oliver Rauscher, Experte für Markenrecht aus München.

Für die Junge Union steht fest: Der Wahlkampf mit dem „Schulz-Schutz“ soll weitergehen - aber ohne Beiersdorf-Produkte. Stattdessen soll Sonnencreme aus dem CDU-Shop ran. Aufschrift: „Nur nicht rot werden.“

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erstellt am 11.Aug.2017 | 14:55 Uhr

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