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Bundestagswahl 2017 : Martin Schulz will zweites TV-Duell mit Angela Merkel: CDU lehnt ab

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Der Wahlkampf geht in die heiße Phase und viele Punkte seien Schulz zufolge noch nicht angesprochen worden.

shz.de von
erstellt am 13.Sep.2017 | 13:19 Uhr

Berlin | Im Wahlkampfendspurt versucht der in Umfragen abgeschlagene SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz, ein zweites TV-Duell mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu erzwingen. In der ZDF-Sendung „Klartext“ sagte er im Schlagabtausch mit Merkel am 3. September seien viele Punkte, die die Bürger bewegten, gar nicht angesprochen worden: „Deshalb habe ich Frau Merkel heute einen Brief geschrieben und Sie aufgefordert, ein nächstes Duell mit mir zu machen, damit all' diese Punkte auch diskutiert werden können.“

Merkel gegen ein weiteres Duell

Die CDU lehnt die Forderung des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz jedoch ab. Aus der CDU-Zentrale hieß es am Mittwochmorgen: „Zu dem Thema ist alles gesagt. Angela Merkel hat gerne an einem TV-Duell teilgenommen. Dieses Format hat sich bewährt. Und dabei belässt sie es.“

„Frau Merkel kneift“, sagte SPD-Generalsekretär Hubertus Heil am Mittwoch. „Das zeugt von mangelndem Respekt vor den Bürgerinnen und Bürgern und der demokratischen Auseinandersetzung“, sagte Heil. Die Kanzlerin verweigere somit die Debatte über die Zukunft der Bildung, der Rente, der Pflege und der Digitalisierung.

Nicht alle Themen abgedeckt

Im ersten TV-Duell waren Merkel und Schulz intensiv zu Flüchtlingskrise, Integration und Türkei-Politik befragt worden. Themen wie die Digitalisierung, Rente, Bildung oder Pflege waren von den vier Moderatoren gar nicht oder nur kurz thematisiert worden.

In dem Brief an Merkel, der der „Bild“-Zeitung und der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, schreibt Schulz, auch Merkel selbst habe ja die Themenauswahl beklagt. „Die Bürgerinnen und Bürger verdienen eine umfassende Debatte um die zentralen Zukunftsfragen unseres Landes. Aus diesem Grunde fordere ich ein zweites TV-Duell vor der Bundestagswahl. Ich bin jederzeit dazu bereit.“

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sprang seinem Parteichef bei: „Ich finde, die Wählerinnen und Wähler haben ein Recht auf ein zweites TV-Duell, in dem die Alltagssorgen der Menschen im Mittelpunkt stehen“, schrieb er bei Twitter.

 
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