Rauchentwicklung : Brandgefahr auf Brunsbütteler Frachter

Rauch auf einem Frachter in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) hat am Freitagmorgen zu einem Alarm norddeutscher Behörden geführt. Experten befürchteten, dass sich die 4800 Tonnen Metallspäne im Laderaum des 100 Meter langen Schiffes entzündet haben.

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07. März 2008, 12:58 Uhr

Nach Angaben des Havariekommandos Cuxhaven brach auf dem Frachter bislang noch kein offenes Feuer aus. Dies sei jedoch nicht auszuschließen, wenn mehr Sauerstoff an die schwelende Ladung komme. Deswegen sei der Frachter auf einen Notliegeplatz im Brunsbütteler Hafen geschleppt worden. Dem Kapitän wurde die Weiterfahrt zunächst untersagt.
Unter der Einsatzleitung des Havariekommandos untersuchten Spezialisten der Feuerwehren aus Brunsbüttel und Cuxhaven die Ladung. Die Feuerwehr Hamburg hielt sich für weitere Hilfen bereit, sagte die Sprecherin des Havariekommandos, Ulrike Windhövel.
Die unter der Flagge von Antigua fahrende "Patricia S" sollte nach Polizeiangaben zum Teil ölhaltige Bohrspäne von Russland nach Spanien bringen. Durch die Bewegungen des Frachters im Laufe der Reise kam es im Ladungsraum zu Reibungswärme. Der Kapitän besaß eine Bescheinigung, dass sich die Ladung auf Temperaturen bis zu 62 Grad Celsius erhitzen darf, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei: Bei ersten Messungen wurden im Laderaum Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius festgestellt.

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