Mohammed-Zeichnungen : Brände in Kopenhagen - Karikaturen-Streit flammt wieder auf

In Kopenhagen und anderen dänischen Städten haben Unbekannte in der Nacht Autos, Container sowie in einem Vorort der Hauptstadt auch eine Schule in Brand gesteckt. Menschen wurden nicht verletzt.

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15. Februar 2008, 08:41 Uhr

Die Polizei nahm sechs Jugendliche im Alter zwischen 15 und 18 Jahren fest. Ein Sprecher erklärte, die von einer kleinen Zahl Jugendlicher mit Zuwanderer-Hintergrund geprägten Unruhen seien gegenüber ähnlichen Ereignissen in den vier vorangegangenen Nächten abgeflaut.
Als Hauptgrund für die Krawalle gilt die Zuspitzung genereller Konflikte zwischen diesen Gruppen und der Polizei. Hinzu kamen Reaktionen auf den neuen Streit um Mohammed-Karikaturen der Zeitung "Jyllands-Posten". Der Streit wurde durch die Festnahme von drei Männern mit islamistischem Hintergrund ausgelöst. Sie hatten nach Meinung des Polizei-Geheimdienstes PET die Ermordung des Zeichners Kurt Westergaard geplant, der den Propheten Mohammed mit einer Bombe mit brennender Zündschnur im Turban gezeichnet hatte.
Iran fordert Eingreifen der dänischen Politik
Dänische Zeitungen druckten die zweieinhalb Jahre alten Mohammed-Karikaturen in dieser Woche als Protest gegen den Mordplan erneut ab. Die iranische Regierung hatte daraufhin den dänischen Botschafter einbestellt und die Politik aufgefordert, gegen "derartige neue Beleidigungen" vorzugehen. Die Chefredakteurin der Zeitung "Berlingske Tidende", Lisbeth Knudsen, erklärte zur erneuten Veröffentlichung, alle Medien müssten nun "gegen Fanatismus und für die Verteidigung der Meinungsfreiheit zusammenstehen."

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