Maulwurf im Reichshospital : Wer brach die Schweigepflicht, als Prinz Henrik im Sterben lag?

<p>Gardisten stehen vor dem Schloss Fredensborg vor der Beisetzung des Prinzgemahls. /Archiv</p>

Gardisten stehen vor dem Schloss Fredensborg vor der Beisetzung des Prinzgemahls. /Archiv

Dass Prinz Henrik im Sterbebett lag, durfte damals niemand wissen. Die Polizei sucht nach der Quelle der Journalistin.

shz.de von
13. März 2018, 15:15 Uhr

Kopenhagen | Das Sterben von Prinz Henrik hat offenbar ein juristisches Nachspiel. Laut der Tageszeitung „Ekstra Bladet“ ermittelt die dänische Polizei wegen einer möglichen Nicht-Einhaltung der Schweigepflicht des Personals im Kopenhagener Reichshospital.

Die Journalistin Trine Villemann hatte im Februar eine anonyme Quelle zitiert, dass der Prinz nicht nur schwer krank war, sondern im Sterben lag. Ein Sprecher der Kopenhagener Polizei bestätigte gegenüber der Zeitung, dass sie in einem solchen Fall ermitteln würden, wollte sich aber nicht näher dazu äußern.

Der Journalistin selbst werden keine Vorwürfe gemacht, sie ist jedoch überrascht, dass die Polizei nach ihrer Quelle sucht. „Ich gebe zu, dass ein Bruch der Schweigepflicht ernst genommen werden soll. Doch meines Erachtens hat meine Quelle nichts erzählt, was der Öffentlichkeit nicht schon bekannt war“, so Villemann.

Prinz Henrik verstarb nach kurzer Krankheit am 13. Februar. Eine Woche später wurde er in der Schlosskirche zu Christiansborg beigesetzt.

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