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Das Leben ist kein Rasenplatz : Web-Theater für Boris Beckers zweiten Aufschlag

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Mit einem Twitter-Krieg und einem Patchwork-Geständnis wirbelt Ex-Tennis-Star Boris Becker pünktlich zum offiziellen Erscheinungstermin seiner neuen Autobiografie ordentlich Sand auf.

shz.de von
erstellt am 01.Okt.2013 | 16:41 Uhr

Im Interview mit der Illustrierten „Bunte“ behauptet Becker, das Bild einer glücklichen Patchwork-Familie mit seiner früheren Frau Barbara nur inszeniert zu haben. Im Twitter-Streit von Becker und Oliver Pocher (35) legte der Comedian am Dienstag nach. Das Buch „Das Leben ist kein Spiel“ kommt laut Verlag in einer Auflage von 100.000 heraus. Bereits vor dem zuvor angekündigten 2. Oktober war es im Handel.

„Jetzt gebe ich es öffentlich zu: Es war nicht alles Gold, was glänzte“, sagt Becker im „Bunte“-Interview über das Verhältnis zu seiner Ex-Frau Barbara. Nach außen sei die Patchworkfamilie „immer nahezu perfekt inszeniert“ gewesen, behauptet Becker. Gemeinsame Weihnachten der Ex-Frau habe es jedoch vor allem der Kinder zuliebe gegeben.

Barbara Becker (46) sieht das laut weiterem „Bunte“-Interview anders: „Ich habe nur gute Erinnerungen an unsere Ehe.“ Ihr Ex-Mann sei auch dieses Jahr wieder zu Weihnachten willkommen: „Wir haben seit Jahren ein offenes Haus hier in Miami. Boris ist der Vater meiner Kinder und gern bei uns gesehen.“ Hinter den Enthüllungen stecke viel Provokation. „Aber ich lasse mich nicht dazu hinreißen, irgendwelche Geschehnisse zu kommentieren oder mich gar zu verteidigen.“ Sie werde das Buch nicht lesen.

Nach dem Twitter-Streit rund um Boris Becker und Oliver Pocher verteidigte der TV-Moderator seine Attacken gegen die Tennislegende. „Die Art und Weise wie Boris Becker in seinem sogenannten Buch über Alessandra spricht, ist unverschämt“, twitterte er am Dienstag. „Auch Axel Meyer-Woelden (seinem früheren Mentor und Förderer) und seiner Familie gegenüber, ist dieses Verhalten absolut respektlos... und undankbar. Wenn jemand so über die Mutter meiner drei Kinder öffentlich spricht, will und werde ich dies nicht unkommentiert lassen.“ Die „Bild“-Zeitung vom Dienstag hatte dies vorab zitiert.

Anlass für die Sticheleien via Internet ist Beckers zweite Autobiografie, in der der dreimalige Wimbledon-Gewinner auch seine kurze Verlobung mit Sandy Meyer-Wölden thematisiert, die inzwischen Alessandra Pocher (30) heißt und mit Pocher verheiratet ist. Das Paar lebt jedoch getrennt. Pocher twitterte beispielsweise in der Nacht zum Montag an die Adresse von Boris Becker: „Ganz einfach: Leg Dich nicht mit einem POCHER an!! Und solange meine Frau meinen Namen trägt, überlegst Du Dir demnächst...“ - und dann in einer weiteren Nachricht - „was du für einen Schwachsinn schreibst!“. Becker entgegnete beispielsweise: „Ich wünsche dir viel Spaß bei der Scheidung...“

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