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Verdacht der Wahlfälschung : Verfahren gegen Giovanni di Lorenzo eingestellt

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Der „Zeit“-Chefredakteur hatte bei der Europawahl zweimal gewählt. Die Folge: Die Staatsanwaltschaft ermittelte wegen des Verdachts der Wahlfälschung.

shz.de von
erstellt am 18.Nov.2014 | 19:44 Uhr

Hamburg | Bei der Europawahl hatte er gleich zweimal abgestimmt, deswegen hatte die Staatsanwaltschaft Hamburg gegen „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo wegen des Verdachts der Wahlfälschung ermittelt. Nun wurde das Verfahren vorläufig eingestellt, wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Nana Frombach, am Dienstagabend sagte. Sie bestätigte damit einen Bericht des „Hamburger Abendblatts“.

Das Verfahren sei wegen geringer Schuld und gegen eine „namhafte“ finanzielle Auflage vorläufig beendet worden. Die Höhe der Zahlung, die der „Zeit“-Chefredakteur leisten muss, wollte sie nicht nennen. Sobald die Auflage bezahlt sei, werde das Verfahren endgültig eingestellt.

Di Lorenzo hatte in der ARD-Sendung „Günther Jauch“ Ende Mai berichtet, dass er bei der Europawahl zweimal gewählt hatte - einmal als italienischer Staatsbürger im Konsulat des Landes in Hamburg, und ein zweites Mal als Bundesbürger in einer Grundschule der Hansestadt. Er hätte aber nach dem Europawahlgesetz nur einmal wählen dürfen. Di Lorenzo ist seit 2004 alleiniger Chefredakteur der Wochenzeitung „Die Zeit“.

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