Tortur am Set : Ute Lemper: "Woody Allen foltert seine Schauspieler"

Ute Lemper hat unangenehme Erinnerungen an die Arbeit mit Star-Regisseur Woody Allen.
Ute Lemper hat unangenehme Erinnerungen an die Arbeit mit Star-Regisseur Woody Allen.

Schauspielerin und Sängerin Ute Lemper müsste vor einer weiteren Zusammenarbeit mit Film-Ikone Woody Allen zweimal überlegen. Der Starregisseur hat bei ihr keinen guten Eindruck hinterlassen.

shz.de von
04. Oktober 2013, 11:57 Uhr

"Er foltert seine Schauspieler. Colin Firth hat die Hauptrolle und war fertig mit den Nerven. Nach zwei Monaten Woody Allen war er auf Schlafmittel und Antidepressiva", sagte Lemper im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). Allen spreche nicht mit seinen Schauspielern, verlange zwei Stunden vor Drehbeginn wilde Textänderungen und zahle miese Gagen, erklärte die 50-Jährige. Seine Filme seien jedoch "großartig", sagte Lemper.

Sie selbst habe nur einen ganz kleinen Auftritt. "Lohnt nicht, es zu erwähnen. Ich singe nur ein Lied. Immerhin: Ich habe ihn kennengelernt." Die Schauspielerin, die in Amerika lebt, hat gelegentlich Heimweh nach Europa. "Nach 15 Jahren New York fehlt mir Europa doch sehr. Wenn ich die Kinder nicht hätte, würde ich mir schon einen zweiten Wohnsitz in Paris oder Berlin suchen. Ich möchte auch keinen amerikanischen Pass haben. Ich fühle mich europäisch", sagte sie. Amerika ermögliche ihr allerdings ein Privatleben. Sie vermisse es nicht, auf Filmbällen rumzuknutschen.

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