Deutscher Fernsehpreis : Thomas Gottschalk ist noch immer Fan von Reich-Ranicki

Marcel Reich-Ranicki und Thomas Gottschalk bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises.
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Marcel Reich-Ranicki und Thomas Gottschalk bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises.

Der legendäre Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki sorgte einst für einen Eklat, als er auf offener Bühne den Deutschen Fernsehpreis nicht annahm. Thomas Gottschalk war damals als Moderator mit dabei.

shz.de von
25. Januar 2018, 08:30 Uhr

Showmaster Thomas Gottschalk (67) bewundert bis heute Marcel Reich-Ranicki (1920-2013) für seinen legendären Auftritt beim Deutschen Fernsehpreis 2008. Der Literaturkritiker lehnte die Auszeichnung damals mit den Worten «Ich nehme diesen Preis nicht an!» ab.

«Das war einer der seltenen Momente, wo jemand live im Fernsehen, ohne Rücksicht auf Verluste, wirklich ehrlich war», sagte Gottschalk der Deutschen Presse-Agentur in Köln. Reich-Ranicki habe damals bemerkt, «dass man ihn in den falschen Film gesetzt hatte», sagte Gottschalk. «Und er hat seiner Entrüstung darüber eloquent Luft gemacht.»

Am Freitag soll der Moderator selbst mit dem Fernsehpreis für sein Lebenswerk geehrt werden. Ein ähnlicher Affront wie damals ist von ihm aber nicht zu erwarten. «Ich sitze ja im richtigen Film und hatte das Glück, darin eine Hauptrolle zu spielen.»

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