Philip Chevron : The Pogues-Gitarrist stirbt an Krebs

Laut und wild: Philip Chevron führte ein Leben der Exzesse.
Laut und wild: Philip Chevron führte ein Leben der Exzesse.

Die legendäre irische Punkband "The Pogues" trieb den Folk bewusst mit der größten Lautstärke und dem höchsten Alkoholpegel auf das unterste Niveau. Nun ist ihr langjähriger Gitarrist Philip Chevron gestorben.

shz.de von
09. Oktober 2013, 14:00 Uhr

Dublin | Philip Chevron starb bereits am Dienstag mit 56 Jahren an Krebs, wie die Band auf ihrer Internetseite mitteilte. Bereits im Mai hatte die Gruppe, die für alkohollastige Bühnenshows bekannt ist, ihre Fans darüber informiert, dass Chevron an einer unheilbaren Krebserkrankung leide. Der Musiker war seit 2007 wegen Tumoren in Hals und Kopf in Behandlung. Nach einer vermeintlichen Genesung im April 2012 erlitt Chevron, der eigentlich Philip Ryan hieß, nur wenige Monate später einen Rückfall. Auf ihrer Website trauerte die Band um ihr langjähriges Mitglied: „Er war einzigartig. Wir werden ihn schrecklich vermissen. Die Stadt Dublin und die Welt sind soeben ein bisschen kleiner geworden.“ 

Chevron wurde 1957 in Dublin geboren. Seine Karriere begann er in den 70er Jahren als Teil der irischen Punk-Gruppe Radiators From Space, mit denen er einen Charts-Hit landete. Seit 1984 war er Gitarrist der Pogues und unter anderem an Alben wie „Rum, Sodomy And The Lash“ and „If I Should Fall From Grace With God“ beteiligt. Er spielte dort außerdem Banjo und Mandoline.

The Pogues sind vor allem für ihre rüpelhafte Mischung irischer Folk-Trinklieder und britischer Punk-Attitüde bekannt. Ihr erstes Album „Red Roses for Me“ erschien 1984.

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