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TV-Moderator : Streit um Hochzeitsfotos: Günther Jauch verliert vor Menschenrechtsgerichtshofs

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Seit Jahren geht das Ehepaar Jauch von Gericht zu Gericht. Grund ist die Veröffentlichung von Hochzeitsfotos.

shz.de von
erstellt am 16.Jun.2016 | 12:54 Uhr

Straßburg | TV-Moderator Günther Jauch und seine Frau Thea haben einen langjährigen Rechtsstreit um einen Medienbericht über ihre Hochzeit verloren. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg wies am Donnerstag eine Beschwerde des Ehepaars ab, das seine Privatsphäre verletzt sah.

Günther Jauch ist eine deutsche TV-Legende. Sein Privatleben versucht der Moderator aus der Öffentlichkeit herauszuhalten.

In dem Streit ging es um einen Artikel und Fotos in der Zeitschrift „Bunte“, darunter ein Bild von der Braut kurz vor der Trauung. Der Text zitierte aus den Hochzeitsreden und beschrieb Details wie das Hochzeitskleid, das Essen und die Dekoration der Kirche.

Das Paar hatte seine Hochzeit 2006 in einem Potsdamer Schloss mit über 100 Gästen gefeiert. Über ihren Anwalt hatten sie sich vorab Presseberichte verbeten.

Vor Hamburger Gerichten hatten Jauch und seine Frau vergeblich auf Schadenersatz geklagt. Die deutschen Gerichte hätten das Recht des Ehepaars auf Privatsphäre sorgfältig gegen das öffentliche Informationsinteresse abgewogen.

Der EGMR akzeptierte die Einschätzung, dass es ein öffentliches Interesse an der Hochzeit gab - wegen Jauchs Prominenz, aber auch weil zu den Gästen der Regierende Bürgermeister von Berlin zählte. Der Bericht sei zudem nicht rufschädigend gewesen.

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte wird in den sozialen Netzwerken kommentiert.

 
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