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Verwirrte Gäste : So lästert Will Arnett über „Wetten, dass...“

vom
Aus der Onlineredaktion

„Wetten, dass...“ hat es bald geschafft – doch nicht, bevor mit dem Format noch einmal abgerechnet wird. Bei Jimmy Kimmel berichtet Will Arnett über seine bizarren Erlebnisse bei der „verrücktesten Show die es gibt“.

shz.de von
erstellt am 31.Okt.2014 | 13:31 Uhr

„Es dauert fünf Stunden und ist sehr schmerzhaft“ – was nach einer Horrorbehandlung beim Zahnarzt klingt, ist das Resümee der britischen Musiker Robbie Williams und James Blunt über den vom Aussterben bedrohten Fernsehdino „Wetten, dass…“. Vor etwa einem Jahr äußerten sich beide in einer britischen Radioshow nicht gerade wohlwollend über das deutsche Unterhaltungs-Flaggschiff.

Schmerzen bei Lanz: James Blunt leidet unter „Wetten, dass...“.
Schmerzen bei Lanz: James Blunt leidet unter „Wetten, dass...“. Foto: dpa
 

Auch für Amerikaner scheint die einst beliebteste Show der Deutschen aus einem bizarren Paralelluniversum zu stammen. So sorgten ein völlig irriitierter Tom Hanks mit Katzenmütze und eine zu unfreiwilligen Küssen verdammte Halle Berry vor zwei Jahren fast für einen Eklat. Verzweifelt sinnierten die US-Schauspieler über die kollektive Saalflucht, wie sie später in Interviews berichteten. 

Maximale Verwirrung: Tom Hanks trägt Katze, Lanz hüpft im Sack um ihn herum.
Maximale Verwirrung: Tom Hanks trägt Katze, Lanz hüpft im Sack um ihn herum. Foto: dpa

Ein noch ausführlicheres Dokument über die Außensicht auf die vermeintliche Freak-Show liefert jetzt, da die letzte Sendung kurz bevor steht, ein Beitrag aus der US-Talkshow Jimmy Kimmel, in der Schauspieler Will Arnett (Arrested Development; Teenage Mutant Ninja Turtles) fünf Minuten lang über seine unwirklichen Erlebnisse im Deutschen Fernsehen berichtet.

Schweißgebadet: Will Arnett und Megan Fox versuchen ihre Verwirrung wegzulächeln.
Schweißgebadet: Will Arnett und Megan Fox versuchen ihre Verwirrung wegzulächeln. Foto: dpa

An der Seite von US-Schauspielerin Megan Fox war der Kanadier Anfang Oktober zu Gast bei „Wat'n das“ – nach Arnett frei übersetzt zu „What the fuck is happening?“ (Was, um alles in der Welt, passiert hier?) – , um seinen neuen Film zu promoten. Und was dort passierte hinterließ bei dem 44-Jährigen offenbar einen bleibenden Eindruck.

Nicht nur die übertriebenen Dimensionen von Fernsehstudio, Couch (die sich gleichzeitig „bewegt und dreht“) und Gästeliste machten dem Schauspieler zu schaffen, vor allem die Wechselwirkung zwischen seinem zögerlichen Übersetzer, den Redeschwallen des Moderators und der Rückübersetzung seiner eigenen Wortbeiträge sorgten für ein undurchdringliches Chaos im Kopf des Kanadiers, dem er versuchte, mit Standardantworten wie „Oh, ja! Es hat viel Spaß gemacht!“ zu entkommen. Da half auch kein Jeep, der während der Show offenbar grundlos über die Bühne rollte.


 

Den Höhepunkt von Arnetts konfus-unterhaltsamer Berichterstattung markiert schließlich die Wette, für die er Pate gewesen war. Dort wollten zwei Hundetrainer anhand der Bissspuren auf einem Frisbee bestimmen, welcher ihrer „100 oder 50“ Hunde diese verursacht hatte. „...Und ich muss dann raten, ob sie das schaffen oder nicht?!“, beschreibt der Schauspieler völlig verzweifelt, was für das deutsche Publikum ein altbewährtes Konzept ist. Backstage sei Arnett später auf Diane Keaton gestoßen, die ihm – ähnlich ratlos wie er selbst – vielsagende Blicke zuwarf.

Ob „Wetten, dass...“ als Botschafter für das internationale Ansehen Deutschlands ein positives Bild hinterlässt, bleibt fraglich. Abschließend nimmt sich der Kanadier die deutsche Mentalität zur Brust: „Witze funktionieren dort überhaupt nicht. Deutsche sind unheimlich.“

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