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„Do it for Denmark. Do it for Mom“ : Sex im Urlaub soll jetzt auch Dänemarks Großmütter retten

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In einem neuen Youtube-Hit eines dänischen Reiseveranstalters entblößen Mütter ihre prüden Töchter – Sex für Enkel und Vaterland.

Ältere Frauen in Dänemark haben ein Problem: Ihre Töchter wollen sie nicht Großmütter werden lassen. Da die sonnige Herbstreise in südlichere Gefilde für Dänen gewissermaßen zum kulturellen Jahreskalender gehört, will der Reiseveranstalter „Spies“ auf diesem Wege werbewirksam die Fortpflanzungsmisere des Landes beenden. Die Jungen sollen zur Reiselust und damit verbunden zu süßen Souvenirs, nämlich Babys, angeheizt werden.

Schon eine Youtube-Video der Agentur aus dem letzten Jahr über die endorphine Wirkung sonniger Reisen wurde ein viraler Hit mit 8,75 Millionen Abrufen. Das zweideutige Motto lautete damals: „Do it for Denmark“ - „Mach es für Dänemark“. In neuer Fassung wird daraus „Do it for Denmark. Do it for Mom.“

Inzwischen ist die größte Geburtenmisere der Neuzeit zwar rein statistisch überwunden, doch die Geburtenkurve klebt noch immer im Keller. Ohne Sex in der Sonne hat das Land keine Zukunft – und schon gar nicht das nationale Heiligtum, der Sozialstaat, der gleich am Anfang des neuen Videos angezählt wird.

„Spies“ trägt die Hoffnung ins Land: Im Urlaub hätten die Dänen 51 Prozent mehr Sex als im Alltag, preist die Agentur an. Im letzten Video war noch von 46 Prozent die Rede. Hat das witzige Vorjahresfilmchen also vielleicht sogar etwas bewirkt?

Die Großmütter in spe jedenfalls setzen sich hier gegen die sexuelle Verweigerung der Jüngeren zur Wehr. Sie sind schließlich die, „die am meisten leiden, die vielleicht nie erleben, welche Freude es ist, ein Enkelkind zu haben“. Noch nie hat es sich also so sehr gelohnt, in den Urlaub der Kinder zu investieren. Mit dem 1000-Kronen-Reisegutschein können in der Sonne des Südens süße Gefühle erhitzt werden. Und schließlich sind die Mütter sogar in den mühsam inszenierten Sexualakt ihrer Töchter involviert. Freudestrahlend öffnet die Mutter den BH ihrer „prüden“ Tochter, die das Liebesleben daheim verlernt zu haben scheint.

Die grauhaarigen Sex-Instruktoren dürfen nun hoffen, nach neun Monaten endlich ihren Enkelkinderwunsch erfüllt zu bekommen. Und „Spies“ freut sich über einen wohl sehr ertragreichen viralen Werbegag mit Millionenpublikum.

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erstellt am 06.Okt.2015 | 16:15 Uhr

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