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„Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ : RTL-Dschungelcamp: Menderes Bagci erobert den Thron

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Er kennt sich mit Niederlagen aus - doch jetzt weiß er auch, wie sich Sieger fühlen: Sänger Menderes Bagci ist der neue „Dschungelkönig“. Die Krone sichert er sich nicht zuletzt durch seine ruhige und zuvorkommende Art.

shz.de von
erstellt am 31.Jan.2016 | 11:21 Uhr

Coolangatta | „Come on“ - so sieht ein Gewinner aus: Mit Tränen in den Augen nimmt Sänger Menderes Bagci die Dschungelkrone entgegen. Der 31-Jährige kann es kaum fassen, dass das RTL-Publikum ihn im Finale der zehnten Staffel von „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ zum neuen „Dschungelkönig“ gewählt hat. Super-Menderes nennen ihn die Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich bei seiner Krönung in der Nacht zu Sonntag.

Dass Menderes Bagci nicht so schnell aufgibt, bekam bislang vor allem die Jury von „Deutschland sucht den Superstar“ um Dieter Bohlen zu spüren. Seit 2002 singt er konsequent in jeder Staffel der Castingshow mehr schlecht als recht vor - und kam bislang nie in die entscheidenden Runden. Er wurde eher als Lachnummer verpönt.

Der 31-Jährige wirkte im Dschungelcamp, das am 15. Januar gestartet war, stets ruhig, zuvorkommend und widerstandsfähiger als so mancher es erwartet hatte. „Ich bin einfach völlig baff jetzt“, sagt der „Dschungelkönig“ nach der Krönung. „Das ist ein tolles Gefühl, dass man jetzt hier gewonnen hat, weil ich bisher noch nie was gewonnen habe.“ Auf das Glas Sekt, das ihm gereicht wird, verzichtet er - weil er keinen Alkohol trinkt.

Mit dem Ausspruch „Come on“ (Auf geht's) motivierte sich Bagci immer wieder bei seinen Dschungelprüfungen. Mit Erfolg: It-Girl Sophia Wollersheim (28) verdrängte er im Finale auf Platz zwei, Dritter wurde Ex-Fußballprofi Thorsten Legat (47).

Bei Dschungelprüfungen harrte Bagci tapfer zwischen Kakerlaken und Heuschrecken aus, wühlte sich durch Fischabfälle und ging ziemlich unerschrocken auf Tuchfühlung mit einem Strauß. Rührend bedankte er sich anschließend, dass er mitmachen durfte. Sein gutes Benehmen brachte ihm von Co-Moderatorin Sonja Zietlow unter anderem den Kosenamen „Gentlemenderes“ ein.

Daniel Hartwich sagte einmal treffend: „Man merkt, dass er das Herz am rechten Fleck hat.“ Zudem hielt sich der türkischstämmige Sänger, dessen Idol Michael Jackson ist, aus den Streitigkeiten weitgehend raus. Auf Nachfrage, was er etwa von der umstrittenen Mitcamperin Helena Fürst halte, wollte er sich nicht äußern. Ähnlich hatte sich beispielsweise 2011 Moderator Peer Kusmagk verhalten, der am Ende einer sehr emotionsgeladenen Staffel ebenfalls „Dschungelkönig“ geworden war.

Doch obwohl er schüchtern wirkt, gab der Sänger im Camp einiges von sich preis: Seine Eltern trennten sich, da war er noch ein Kind. Der Tod seines Vaters nimmt ihn noch immer mit. Bei seiner Mutter hingegen war er nicht einmal sicher, ob die von seiner Camp-Teilnahme wusste. Die Darmerkrankung Colitis ulcerosa beschäftigte ihn jahrelang. Und dann nötigte ihm Thorsten Legat die Aussage ab, dass der 31-Jährige noch nie Sex hatte. Eine Situation, die ihm ganz deutlich peinlich war.

Auf der anderen Seite waren es gerade der Fußballtrainer sowie der Entertainer Jürgen Milski, die Bagci unter ihre Fittiche nahmen. Bei beiden wirkte es zwischenzeitlich wie eine Mission. Und tatsächlich blühte der Sängerknabe auf. Und sagte sogar mal, er fühle sich im australischen Pritschenlager freier als in Deutschland - dort werde er nur ausgelacht. Das dürfte mit dem Sieg nun anders sein.

Während des Dschungelcamp-Finales wurde fleißig getwittert. Unter #ibes kommentiert die Internetgemeinde das Finale und gratuliert dem neuen Dschungelkönig.

 

 
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