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Til Schweiger und Udo Walz : Promis loben Sarah Connor für ihren Einsatz für Flüchtlinge

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Sarah Connor nimmt eine syrische Flüchtlingsfamilie bei sich zu Hause auf. Prominente Kollegen loben das Engagement, wollen selbst aber nicht nachziehen – aus Zeit- oder Platzmangel.

Berlin | Prominente aus dem Showgeschäft bewundern die Sängerin Sarah Connor (35) dafür, dass sie bei sich zu Hause eine Flüchtlingsfamilie aufgenommen hat. Darauf angesprochen, wollen aber die wenigsten dem Beispiel folgen.

Sarah Connor ist bekannt für soulige Hits („From Sarah With Love“, „From Zero To Hero“). Fünf Jahre brachte Connor kein Album heraus, bevor sie sich im Mai diesen Jahres ein Album auf Deutsch veröffentlichte –Titel: „Muttersprache“. Momentan hat die Sängerin eine Flüchtlingsfamilie bei sich aufgenommen. Über ihre Erfahrungen schreibt sie in einem Erlebnisbericht in der aktuellen Ausgabe der „Zeit“.

Zu ihrem Engagement äußert sich unter anderem Schauspieler Til Schweiger. Der 51-Jährige würde ebenfalls jemanden aufnehmen, „wenn ich eine intakte und funktionierende Familie hätte, wo immer ein Elternteil da ist. Aber ich bin nur unterwegs“. Er hat im Zuge der Flüchtlingskrise bereits eine Stiftung gegründet, die sich um benachteiligte Kinder und Jugendliche kümmert.

„Sarah Connor geht mit gutem Beispiel voran. Ich weiß aber nicht, ob ich es persönlich machen würde. Das ist ja auch eine gewisse Verantwortung“, erklärte die Hamburger Dragqueen Olivia Jones (45). Sie spende aber Geld und Kleidung und habe sich vor Ort ein Bild von der Situation gemacht. „Ich habe gesehen, wie verzweifelt und traumatisiert die Menschen vor Flüchtlingsheimen und Bahnhöfen sind und wie sie frieren. Das ist mir echt an die Nieren gegangen.“

Für Star-Friseur Udo Walz (71) käme es theoretisch schon infrage, eine Familie mit ein, zwei Kindern aufzunehmen. „Das kann ich mir vorstellen, aber ich müsste sie mir aussuchen. Ich will nicht jemanden, den ich nicht kenne.“ Auch das Model Monica Ivancan (38) lobte Connor für ihren Einsatz. „Ich finde es sehr gut, dass sie Flüchtlinge aufgenommen hat. Sie ist in einer großen Familie großgeworden und mag es ohnehin, wenn viele Leute um sie herum sind.“ Sie selbst habe zu wenig Platz.

Popstar Sarah Connor (aktuelle Single: „Wie schön du bist“) berichtet in der „Zeit“ unter der Überschrift „Was ich geben will“, wie sie eine Familie aus Syrien bei sich in Berlin einquartiert hat. „Ich maße mir nicht an, ein Vorbild zu sein. Ich kann verstehen, dass nicht jeder Flüchtlinge bei sich aufnehmen kann oder will“, schreibt die Sängerin. Eine 39-Jährige aus Aleppo lebe mit ihren fünf Kindern in einer Einliegerwohnung in ihrem Haus. Sie habe eigentlich nicht vorgehabt, dies öffentlich zu machen, schreibt Connor, selbst Mutter von drei Kindern. Sarah Connor setzt sich auch auf Twitter offiziell für Flüchtlinge ein.

Seit mehr als vier Wochen wohne die Frau mit einem Säugling, mit zwei Mädchen im Alter von zwei und vier Jahren sowie elf und 20 Jahre alten Söhnen bei ihnen. „Wir reden mit Händen und Füßen, mit Wörterbüchern und mithilfe einer Übersetzungs-App.“ Der älteste Sohn helfe im Garten. „Nach vielen Ämtergängen“ hätten die Mädchen Kitaplätze, der Elfjährige gehe in die Schule. Die Mutter bringe frisch gekochtes arabisches Essen zum Probieren.

„Wir haben in der kurzen Zeit viel voneinander gelernt“, verrät die Sängerin. „Manchmal kommen die Dämonen des Krieges zurück“, schreibt Connor.„Wenn es dunkel wird, wenn eine Tür laut knallt oder ein Flugzeug besonders tief über unseren Garten fliegt, sind sie da.“ Der Elfjährige erzähle „völlig selbstverständlich von den vielen Toten, die er gesehen hat, und von seinem Vater, der von Granatsplittern schwer verletzt wurde“. Der Mann sitze in der Türkei in einem Flüchtlingslager fest.

Im Netz wird der Einsatz von Sarah Connor für Flüchtlinge kommentiert.

150 Jahre Flensburger Tageblatt:
„Sarah Connor - Muttersprache live"

Samstag, 30. Januar, Flens-Arena, Flensburg

Tickets erhalten Sie in den Kundencentern Ihrer Tageszeitung, hier online und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

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erstellt am 16.Okt.2015 | 12:28 Uhr

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