Frauenschwarm : Promi-Geburtstag vom 9. September 2018: Hugh Grant

Der britische Schauspieler Hugh Grant kann immer noch prima lächeln. Heute wird er 58.
Der britische Schauspieler Hugh Grant kann immer noch prima lächeln. Heute wird er 58.

Der britische Schauspieler wurde wieder und wieder in Liebhaberrollen besetzt. Das scheint sich langsam zu ändern. Heute wird er 58.

shz.de von
09. September 2018, 00:01 Uhr

Er hat sich Zeit gelassen. Doch alle, die ihn als ewigen Junggesellen bezeichnet haben, hat Hugh Grant jetzt eines Besseren belehrt. Der britische Schauspieler ist im Mai mit 57 Jahren die Ehe mit der Schwedin Anna Eberstein in London eingegangen, wie «The Telegraph» berichtete.

Die beiden Frischvermählten haben bereits drei gemeinsame Kinder (er darüber hinaus zwei weitere aus einer früheren Beziehung). Doch bisher war der Nachwuchs für Grant kein Grund, Ja zu sagen. Immer wieder hat er in der Vergangenheit betont, er glaube nicht an die Institution Ehe. Dem amerikanischen Radio-Host Howard Stern (64) sagte er beispielsweise einmal: «Wenn du mir die Frage stellst, ob menschliche Wesen in 40 Jahre währenden, monogamen, treuen Beziehungen sein sollten - nein!» Und nach dieser Maxime hat Grant jahrelang gelebt. Heute ist sein 58. Geburtstag.

Ob mit oder ohne Trauschein: Selbst ein Sex-Skandal mit einer schwarzen Prostituierten 1995 in den USA, der zu Grants Verhaftung und Trennung von seiner langjährigen Freundin Liz Hurley (53) führte, hat nichts an seiner Einstellung geändert. Höchstens vorübergehend war sein Image als der charmante Frauenschwarm mit guten Manieren danach angekratzt. Er blieb aber auf Rollen des Herzensbrechers in locker-leichten Liebesfilmen abonniert.

Mit der turbulenten Romanze «Vier Hochzeiten und ein Todesfall» (1994) ist Grant - durchaus vorher schon in seinem Beruf aktiv - schlagartig weltberühmt geworden. Er spielt darin den überzeugten Single Charles, der dann irgendwann doch mit einer Braut vor den Altar zieht - aber in letzter Sekunde kneift. Seine letzten Worte im Film richtet er an seine eigentliche große Liebe, die Amerikanerin Carrie (Andie MacDowell, 60). Er fragt sie: «Bist du einverstanden, mich nicht zu heiraten?» - die zusammenfassende Moral der Geschichte, verpackt in typisch britischen Humor, auf den sich Grant bestens versteht.

Sein komisches Talent zeigte er erneut fünf Jahre später in der romantischen Komödie «Notting Hill». Wie bei «Vier Hochzeiten» hat der neuseeländische Drehbuchautor Richard Curtis (61) auch hierfür das Skript geliefert. Grant gibt einen linkischen, durch und durch sympathischen kleinen Buchhändler in London, der eine unerreichbare amerikanische Filmgöttin (Julia Roberts, 50) liebt. Doch diesmal klingeln die Hochzeitsglocken dann am Ende doch - und die Kinokassen ebenfalls.

Angaben der Agentur Celebrity Group zufolge ist «Notting Hill» der größte britische Filmhit aller Zeiten und hat international 363 Millionen Dollar (gut 312 Mio Euro) eingespielt. Laut Online-Datenbank Imdb.com soll der männliche Hauptdarsteller mit vergleichsweise moderaten 7,5 Millionen Dollar (fast 6,5 Mio Euro) entlohnt worden sein. 12,5 Millionen Dollar (gut 14,5 Mio Euro) verdiente er etwas später in seiner Rolle als «Chef zum Verlieben» (2002) an der Seite von Sandra Bullock (54).

Ob als versnobter Verlagsboss in «Bridget Jones» (neben Renée Zellweger, 49), als abgehalfterter Popstar in «Mitten ins Herz - Ein Song für Dich» (mit Drew Barrymore, 43) oder als verhuschter New Yorker Anwalt in «Haben Sie das von den Morgans gehört?» (mit Sarah Jessica Parker, 53) - in all diesen Produktionen konnte der gebürtige Londoner mehr als einmal seinen Dackelblick auf- und sein unwiderstehliches Lächeln einsetzen - und Frauenherzen zum Schmelzen bringen.

Grant kann sich indes durchaus für Schurkenrollen erwärmen. «Es macht einfach mehr Spaß und es ist beinahe therapeutisch für mich, meine böse Seite zu zeigen», sagte er Ende 2017 bei der Deutschlandpremiere des Familienfilms «Paddington 2» in Berlin. Grant stellt im Film einen Schauspieler dar, der mit gemeinen Tricks an einen versteckten Juwelenschatz gelangen will.

Zuletzt hat er in der Miniserie «A Very English Scandal» (BBC/Amazon Prime) den schwulen Liberalen-Politiker Jeremy Thorpe (1929-2014) verkörpert, der sich während der 70er Jahre in einer Affäre mit einem Stalljungen verhedderte und befürchten musste, dass Gerüchte um seine sexuellen Vorlieben seine Karriere gefährden könnten.

Für seine Paraderolle als jugendlicher Liebhaber ist Grant ja auch inzwischen ein bisschen zu alt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert