Französischer Rocksänger : Promi-Geburtstag vom 28. April 2018: Jacques Dutronc

Jacques Dutronc wird 75. /EPA
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Jacques Dutronc wird 75. /EPA

Er hat als Musiker und Schauspieler Karriere gemacht: Jacques Dutronc ist in Frankreich ein Superstar. Und dann ist da noch Françoise Hardy.

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28. April 2018, 00:01 Uhr

Berlin (dpa) - Zwei französische Superstars, eine große Liebe, kein Happy End: Wie Serge Gainsbourg und Jane Birkin oder Alain Delon und Romy Schneider gehören Jacques Dutronc und Françoise Hardy zu den mythischen Liebespaaren Frankreichs.

1967 habe sich die beiden kenngelernt und 1981 geheiratet. Irgendwann verschwand die Liebe, verheiratet sind sie aber noch immer. «Jacques ist der Mann meines Lebens. Er entspricht allem, was mir gefällt», vertraute die Sängerin dem Magazin «Brigitte Woman» einmal an. «Wir haben zusammengelebt, im selben Haus in getrennten Wohnungen. Es hat nichts genützt. Dafür hatte ich aber diese große leidenschaftliche Liebe für diesen Mann.»

Vergessen hat sie ihn nie: Beim Titelsong ihres aktuellen Albums «Personne d'autre» hatte Françoise Hardy, einstiger Star der Yéyé-Generation, an die Liebe ihres Lebens gedacht.

Seine Karriere begann Jacques Dutronc, der heute 75 Jahre alt wird, in den 60er Jahren, als der Rock'n'Roll langsam in Frankreich Einzug hielt. Einer seiner Freunde aus dem Pariser Stadtviertel Trinité (9. Arrondissement) war Jean-Philippe Smet, der als Johnny Hallyday (1943-2017) in Frankreich zum Superstar aufstieg. Freunde sollten die beiden ein Leben lang bleiben.

Legendär ist der Kuss, den Jacques Dutronc im letzten Jahr Johnny Hallyday bei einem Konzert gab. Kurz zuvor hatte er auf der Bühne gesagt: «Ich werde einige Frauen eifersüchtig machen.» Für Aufsehen hatte der Schmatzer auf jeden Fall gesorgt.

Zunächst schrieb Jacques Dutronc Songs für andere, dann hatte er mit seiner Mischung aus Rock, Pop und Chanson schließlich auch als Sänger Erfolg: Mit «J'aime les filles» (1967) «Les Cactus» (1967) oder «Il est cinq heures, Paris s'éveille» (1968)  gelangen ihm große Hits, die Klassiker der Musikgeschichte wurden.

Im Laufe der Jahre wurde aus dem Teenie-Idol ein immer coolerer Typ (Zigarre und Sonnenbrille) und einer der einflussreichsten Musiker Frankreichs, der in seinen Songs immer wieder auch Stellung bezog: So ist etwa «L'Hymne à l'amour (moi l'noeud)» ein antirassistisches Manifest.

Immer wieder aber nahm der Sänger und Gitarrist lange Auszeiten von der Musik, um sich dem Kino zu widmen. Über 40 Filme hat er seit den 70er Jahren gedreht und dabei mit Regisseuren wie Jean-Luc Godard («Rette sich, wer kann (das Leben)» oder Michel Deville («Sweetheart») zusammengearbeitet. Sein international wohl bekanntester Film ist Maurice Pialats «van Gogh». Für seine Darstellung des Außenseiter-Malers erhielt Jacques Dutronc als bester Schauspieler den französischen Filmpreis César.

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