Neoromantischer Song-Poet : Promi-Geburtstag vom 18. Juni 2018: Philipp Poisel

Vom Lagerfeuer auf die großen Bühnen und in die Charts: Philipp Poisel wird 35.
Vom Lagerfeuer auf die großen Bühnen und in die Charts: Philipp Poisel wird 35.

Seit zehn Jahren ist Philipp Poisel im Geschäft. Gefühlvolle Songs und Herbert Grönemeyer machten das möglich. Dieses kleine Jubiläum will Poisel nun in kleineren Clubs feiern.

shz.de von
18. Juni 2018, 00:01 Uhr

Vor ziemlich genau zehn Jahren wurde der Himmel für Philipp Poisel ganz, ganz weit. Gleich mit seiner ersten Single gelang dem Singer-Songwriter aus Ludwigsburg ein erster Achtungserfolg. Heute wird er 35 Jahre alt.

«Wo fängt dein Himmel an?» war der Song, der das Leben von Philipp Poisel verändert hat. Zuvor irrlichterte er eine Zeit lang mit seiner Gitarre durchs Leben, nachdem ihm das Musikstudium verwehrt blieb - die Orientierung aber hat er nie verloren.

Von seinen gefühlvollen Songs war schließlich auch Herbert Grönemeyer angetan, der Poisel 2008 für sein kleines Indie-Label Grönland unter Vertrag nahm. Im selben Jahr erscheint das Debüt «Wo fängt dein Himmel an?» - begleitet von einer Clubtour mit seiner Band.

Seitdem hat sich eine Menge getan: Bei seiner letzten Arena-Tournee spielte Poisel vor insgesamt 120.000 Zuschauern. Aber seine Anfänge hat der Musiker nicht vergessen. In Erinnerung an seinen ersten Auftrittsreigen zieht er ab September mit seiner Band durch kleinere Läden.

«Bei der Clubtour 2018 wollen wir gemeinsam mit den Zuschauern zusammen auf (Zeit-)Reise gehen ohne in eine reine Retrospektive zu verfallen», sagt Philipp Poisel. Dabei sind die Orte 2018 weitestgehend mit den Orten 2008 identisch.

Hat Philipp Poisel, der vornehmlich über die großen Gefühle und die Liebe singt, mit dem Erfolg gerechnet? Er habe einfach am Anfang seiner Karriere seine Songs einmal im Urlaub am Lagerfeuer gespielt, sagte er. Hinterher seien nicht nur seine Freunde, sondern auch um ihn herum sitzende Zufallsbekanntschaften begeistert gewesen. «Da dachte ich, es wird seinen Weg finden», meint er.

Das hat geklappt, mit dem Weg - und mit einer ganz eigenen Art zu singen. Als «Kuschelnuscheltier» hat die Website «Plattentests.de» den Pop-Poeten bezeichnet. «Ich habe ja eher eine Stimme, an die man sich gewöhnen muss. Die nicht automatisch rein und harmonisch klingt», sagte Poisel einmal der Nachrichtenagentur dpa.

Mit viel Gefühl, angenehmer Uncoolness, sanft gezupften Gitarren und mit ausgefeilten Texte hat sich Poisel aufgemacht, mit Romantik die Welt zu retten. Drei Studio-Alben und eine Live-Aufnahme hat er dafür bisher in die Waagschale geworfen.

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