Vielseitigkeit ist Trumpf : Promi-Geburtstag vom 14. Mai 2018: Cate Blanchett

Cate Blanchett in Cannes. Sie ist es gewohnt, im Scheinwerferlicht zu stehen.
Cate Blanchett in Cannes. Sie ist es gewohnt, im Scheinwerferlicht zu stehen.

Die zweifache Oscar-Gewinnerin leitet die Jury des diesjährigen Filmfestivals in Cannes. Zuletzt engagierte sie sich gegen sexuelle Übergriffe auf Frauen. Heute wird sie 49 Jahre alt.

shz.de von
14. Mai 2018, 00:01 Uhr

Sie ist schon mit etlichen Filmen und in den verschiedensten Rollen an die Côte d’Azur gekommen. Aber diesmal ist es anders für Cate Blanchett. Die australische Schauspielerin leitet die Jury des aktuell laufenden 71. Filmfestivals in Cannes. Heute ist ihr 49. Geburtstag.

«Ich fühle mich geehrt durch das Privileg und die Verantwortung, der diesjährigen Jury vorzusitzen», hatte sie vor Beginn des Wettbewerbs zu Protokoll gegeben, und der Festival-Präsident Pierre Lescure zeigte sich in einer Mitteilung erfreut über ihre Zusage. Das weltweit wichtigste Filmfestival begann am 8. Mai und wird in fünf Tagen mit der Vergabe der Goldenen Palme enden.

Beobachter werten Blanchetts Berufung auch als ein Statement. Die gebürtige Australierin hatte zu den ersten Schauspielerinnen gehört, die im Zuge des Weinstein-Skandals sexuelle Übergriffe auf Frauen am Arbeitsplatz öffentlich anzuprangern begannen. Sie gehört ebenfalls zu den Mitbegründerinnen der Initiative «Time's Up» («Die Zeit ist vorbei»), in der sich mehr als 300 Schauspielerinnen gegen sexuellen Missbrauch engagieren.

In Hollywood ist Blanchett ein großer Star, ihr Rollenspektrum breit angelegt. Im Filmexperiment «Manifesto» (2015) des deutschen Künstlers und Regisseurs Julian Rosefeldt etwa verkörperte sie gleich ein Dutzend unterschiedliche Charaktere: von der Börsenmaklerin bis zur Müllarbeiterin, von der Nachrichtensprecherin bis zur Südstaaten-Mama.

In der Rolle als Katharine Hepburn (1907-2003) hatte sie die Jury der Academy Awards für sich einnehmen können und gewann ihren ersten Oscar als beste Nebendarstellerin in Martin Scorseses Biopic «Aviator» (2004). Als gestrauchelte Gesellschaftsdiva in Woody Allens Film «Blue Jasmine» wurde sie 2014 mit einem Oscar in der Kategorie «Beste Hauptdarstellerin» ausgezeichnet. Als Elbenkönigin Galadriel verzauberte sie das Publikum in der «Herr der Ringe»-Trilogie und der «Hobbit»-Reihe. Zu ihren bekanntesten Filmen gehören auch «Der seltsame Fall des Benjamin Button» (2008), «Monuments Men» (2014) und «Carol» (2015). Zuletzt spielte sie in dem Superhelden-Abenteuer «Thor: Tag der Entscheidung» (2017) mit.

Während viele ihrer Kolleginnen klagen, dass sie kaum noch engagiert werden, wenn sie auf die 50 zugehen, hat Blanchett keinen Grund, sich zu beschweren. In jüngster Vergangenheit ist kaum ein Jahr vergangen, in dem sie nicht gleich in mehreren Filmen zu erleben war. 2018 kommen beispielsweise noch das Abenteuer «The Jungle Book» und die Ganovinnen-Komödie «Ocean's 8» in die deutschen Kinos.

Vom Trubel und Glamour Hollywoods hält sich die als bodenständig geltende Australierin indes weitgehend fern. Sie ist seit über 20 Jahren mit ihrem Landsmann Andrew Upton, einem Filmproduzenten, verheiratet, mit dem sie drei Söhne und eine Adoptivtochter hat.

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