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Walisische Sängerin : Promi-Geburtstag vom 10. Oktober 2017: Marina Diamandis

vom

Sie hat ihren Traum gelebt, aber dann geriet die Marina Diamandis in eine schwere Identitätskrise. Das hatte Konsequenzen.

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2017 | 00:01 Uhr

Irgendwann hat sie sich selbst verloren: Im letzten Jahr hatte die walisische Pop-Sängerin Mariana Diamandis, die heute 32 Jahre alt wird, bereits eine Auszeit angekündigt, um ihre Batterien wieder aufzuladen. Jetzt hat sie ihren Break verlängert. Für immer?

In einem offenen Brief in ihrem Blog «Marinabook» hat die Singer-Songwriterin Marina Diamandis, die unter ihren Künstlernamen Marina and the Diamonds berühmt wurde, vor kurzem ihre Beweggründe erläutert.

Sie sei immer der Meinung gewesen, dass die Sängerin Marina und die private Marina ein und dieselbe Person seien. Aber irgendwann seinen daraus zwei Identitäten entstanden, die sich nicht mehr miteinander vereinen ließen. Um sich selbst wiederzufinden, habe sie die Musik erst einmal an den Nagel gehängt.

Um Identitäten ging es ihr auch auf ihrem erfolgreichsten Album «Electra Heart» (2012), hinter dem das Konzept weiblicher Archetypen stand. «Es geht also eigentlich nicht um den Entwurf einer einzelnen Person, sondern eher um eine Art Prisma weiblicher Charaktere. Das benutze ich als Folie, um eine Geschichte zu erzählen», sagte sie damals im Interview mit dem Nachrichtensender n-tv.

Ihre eigene Identität blieb aber im Laufe der Jahre auf der Strecke, irgendwann passten Kunst und Wirklichkeit nicht mehr zusammen. Sie wolle jetzt einen Psychologie-Kurs belegen und sie sei bereit für ein neues Kapitel in ihrem Leben, kündigte Marina Diamandis an.

Dabei war das Musikmachen immer ihr großer Traum gewesen. Seit sie 15 war, war das für sie eine abgemachte Sache. Britney Spears war damals ihr großes Vorbild, aber mit ihren melancholischen Balladen, ihrem Glam-Pop mit Indie-Attitüde schlug sie musikalisch doch eine etwas andere Richtung ein.

Ihr Ziel verfolgte Marina Diamandis zielstrebig, bewarb sich mehrfach bei Musikschulen und nahm an diversen Castings für Musicals teil. Als sie aber schließlich 2007 auf der Musik-Plattform MySpace einige Songs veröffentlichte, ging es für sie richtig los. Das New Yorker Indie-Label Neon Gold wurde auf die Newcomerin aufmerksam.

Drei erfolgreiche Alben sollten im Laufe von fünf Jahren von Marina and the Diamonds erscheinen, die die walisische Sängerin international berühmt machten. Und mit ihrem ausgeflippten Styling, das sie mal als eine Mischung aus «Vintage, Cheerleader und Cartoon» bezeichnete, wurde sie zur Fashion-Ikone mit eigener Modelinie (11 Diamonds).

Nun ist also erst einmal Schluss damit. «Wann immer ich auf die Bühne zurückkehre, dann möchte ich mich also Summe meiner Teile fühlen und nicht als Summe einer Persona oder eines Images», schreibt Marina Diamandis in ihrem Blog.

Nun, ein musikalisches Lebenzeichen gab es dennoch vor kurzem. In Kollaboration mit der Band Clean Bandit Mitte des Jahres der Song «Disconnect» erschienen. Ist der Titel «Getrennt» ein Zeichen?

Marinabook

Marina Diamandis bei Twitter

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