TV-Tipp : Promi Big Brother

Jenny Elvers zieht wieder in eine illustre WG ein.
Jenny Elvers zieht wieder in eine illustre WG ein.

Deutschlands berühmtester TV-Knast bekommt neue Insassen. Bei «Promi Big Brother» werden ein Ex-Europameister, eine Reality-TV-Veteranin mit Körbchengröße 70K und ein «Immobilienfürst» zusammengepfercht - und ein angeblicher Hellseher. Man ahnt: Es dürfte trashig werden.

shz.de von
17. August 2018, 00:01 Uhr

Jenny Elvers (46) ist so etwas wie der Franz Beckenbauer des Promi-Reality-Fernsehens. Sie hat nahezu an allen relevanten Wettbewerben teilgenommen oder sie gleich gewonnen - 2013 war das, als sie das «Promi Big Brother»-Haus als Siegerin verließ.

2016 probierte sie sich dann auch noch im Dschungelcamp. Da gewann sie zwar nicht, aber wenn es darum geht, von TV-Sendern vorgeführt zu werden, ist sie Expertin. Als solche will sie in der neuen Staffel «Promi Big Brother», die an diesem Freitag (20.15 Uhr) auf Sat.1 beginnt, eines eher nicht hören: Meckereien.

«Es ist schon hart, man muss sich mit den Gegebenheiten arrangieren», sagt Elvers. «Aber man muss sich auch immer vor Augen führen: Man weiß, worauf man sich einlässt.» In ihrem Fall war das damals eine WG mit illustren Charakteren wie Schauspieler Martin Semmelrogge (62) oder dem unter großem PR-Wirbel eingezogenen US-Star David Hasselhoff (66). «Man ist sich bewusst, wo man ist», berichtet Elvers. «Man sieht die Kameras, man hört sie sogar, weil sie summen.» Den Satz «Oh, ich habe vergessen, dass da eine Kamera läuft» kaufe sie keinem ab.

Dass es bei «Promi Big Brother» 2018 allerdings ohne bitterliche Wehklagen und Zickereien abgehen wird, ist allerdings so unwahrscheinlich wie die der Umstand, jeden sogenannten Promi schon vor dem Einzug irgendwie zuordnen zu können. In den vergangenen Jahren setzte die Show ganz auf Konfrontation. Haus und Bewohner wurden dafür in arm und reich geteilt. 2016 hieß das Motto «Luxus oder Kanalisation», 2017 gab es ein «Alles» und ein «Nichts». Man kann mutmaßen, dass man sich auch für dieses Jahr etwas überlegt hat.

Sat.1 hat sich zudem ins Zeug gelegt, um in den Randbezirken der deutschen TV-Landschaft möglichst schillernde Kandidaten zu finden, um rund um die Uhr zu überwachen. Bislang sind neun Namen bestätigt, drei weitere sollen bei der Eröffnungsshow als «Secret Bewohner» live einziehen. Der Sieger gewinnt am Ende 100 000 Euro. Moderator ist 2018 erneut Jochen Schropp, neu unterstützt von Marlene Lufen.

Die Frage, wer der prominenteste Kandidat ist, ist nicht ganz leicht zu beantworten. Alphonso Williams (56) gewann zwar erst 2017 die RTL-Castingshow «Deutschland sucht den Superstar», geriet danach aber rekordverdächtig schnell in Vergessenheit. Etwas länger im Gespräch hält sich dagegen Sophia Vegas, die als «Reality-Star» firmiert. Sie hieß einst Wollersheim, war mit Bert Wollersheim zusammen, und wurde Vize-Dschungelkönigin. Mittlerweile ist sie mit allerlei OPs bei Körbchengröße 70K angekommen, wie Sat.1 berichtet. Ähnlich viel Wert auf ihren Körper legt «Internet-Phänomen» und YouTuberin Katja Krasavice (22). Dazu singt sie Lieder wie «Dicke Lippen».

Auch die Planstelle des Sportlers, der es nochmal wissen will, hat Sat.1 besetzen können: Pascal Behrenbruch (33), einst Europameister im Leichtathletik-Zehnkampf. Ebenfalls latent erwartbar waren Namen, die als Kandidaten schon durch andere Reality-Formaten tingelten. Dazu zählen Johannes Haller (30) aus dem RTL-Spektakel «Bachelorette» und Chethrin Schulze (26), «Love Island»-Kandidatin auf RTL II. Schauspielerin Nicole Belstler-Boettcher (55) hat neben einer langjährigen Rolle in der Soap «Marienhof» immerhin noch eine berühmte Mutter vorzuweisen: Grit Boettcher (80), den Älteren bekannt aus der 70er-Jahre-Hitserie «Ein verrücktes Paar» mit Harald Juhnke.

Die großen Hoffnungen der Trash-Freunde ruhen auf Heinz Fürst von Sayn-Wittgenstein (64), auch «Immobilienfürst» genannt und in diversen Sendungen mit markigen Sprüchen aufgefallen. Er lässt sich vor dem Hauseinzug bereits mit dem Satz zitieren, den anderen «verbal in den Hintern» treten zu wollen, «damit die motiviert sind, wenn sie rauskommen und Erfolg haben». Ebenso vielversprechend wie hierzulande weitgehend unbekannt ist der Schweizer «Star-Hellseher» Mike Shiva (54), der nach eigenen Angaben Probleme hat, mit anderen in einem Raum zu schlafen. Man kann ihm also nur viel Spaß im Haus wünschen.

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