Lungenembolie : Philipp Mißfelder: CDU-Abgeordneter ist tot

Mit nur 35 Jahren stirbt der außenpolitische CDU-Sprecher in der Nacht zum Montag.

shz.de von
13. Juli 2015, 14:30 Uhr

Berlin | Der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Mißfelder ist tot. Der 35-Jährige außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion starb in der Nacht zum Montag an einer Lungenembolie, wie im Präsidium der CDU nach Teilnehmerangaben mitgeteilt wurde. Er hinterlässt eine Ehefrau und zwei Kinder.

Mißfelder war seit 2005 Bundestagsabgeordneter und seit 2009 außenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion. Von 2002 bis 2014 führte er die Junge Union Deutschlands als Vorsitzender.

Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) erklärte: „Wir sind bestürzt, fassungslos und traurig. (...) Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion verliert einen ihrer profiliertesten Außenpolitiker und ich persönlich einen Freund, der mich auf vielen meiner Reisen begleitet hat.“ Mißfelder sei ein überzeugter Freund Israels gewesen.

Kauder ergänzte: „Mit großem Engagement setzte er sich für die transatlantischen Beziehungen ein. Außerdem war er ein ausgewiesener Kenner der Situation in Osteuropa und in Russland. Darüber hinaus verfügte er über herausragende Kontakte in Asien.“

„Mit Philipp Mißfelder verliert die Union einen ihrer profiliertesten Köpfe und Vertreter der jüngeren Generation. Wir trauern um den viel zu frühen Tod eines guten Freundes und Förderers. In Gedanken sind wir bei seiner Frau und seinen beiden Kindern“, sagte der Landesvorsitzende der Jungen Union Schleswig-Holstein Tobias Loose und das schleswig-holsteinische Mitglied im Bundesvorstand der Jungen Union Deutschland, Nicolas Sölter. Mit Philipp Mißfelder verliere Deutschland einen Außenpolitiker von internationaler Reputation, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung. Als außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sei es ihm unter anderem zu verdanken, dass Deutschland heute im Irak einen entschlossenen Beitrag im Kampf gegen den Islamischen Staat leiste. „Sein langjähriger Einsatz für die deutsch-israelische Freundschaft war in der deutschen Politik ohne Vergleich“.

Auch im Netz ist die Bestürzung über den unerwarteten Tod groß:

Es mutet fast schon makaber an, dass Mißfelder vor zwölf Jahren erstmals in den Fokus der Öffentlichkeit rückte als ausgerechnet er forderte, künstliche Hüftgelenke für sehr alte Menschen nicht mehr auf Kosten der Solidargemeinschaft zu finanzieren. Darauf nehmen auch einige Twitter-Nutzer Bezug.

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