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Eklat bei Konzert in Wien : Money Boy und 1 aufgebrachte Crowd

vom

25 Euro bezahlen und vier Stunden auf den Konzertbeginn warten: Das gab es für Moneyboy-Fans am Wochenende in Wien. Am Ende fliegen Flaschen, eine Frau wird verletzt.

Wien | Backstage lief eine fette Party, vor der Bühne warteten zahlende Musikfans auf Money Boy (34). Nach dem Einlass um 21 Uhr ließ sich der Künstler satte vier Stunden Zeit, bis er auf die Bühne trat. Sein Support-DJ „Hustensaft Jüngling“ legte in der Zwischenzeit „mehr schlecht als recht auf“ und wirkte „sichtlich überfordert“, wie die Musikseite „Noisey“ berichtet.

Die Fans waren verstimmt. Als Money Boy sichtlich berrauscht gegen 0.45 Uhr auf die Bühne fand, flogen Becher auf Money Boy und seinen Anhang. Der schnappte sich zusammen mit seinen Sidekicks „Medikamenten Manfred“ und „Hustensaft Jüngling“ ein paar Flaschen und warf zurück. Auch ein Mikrofon und eine Glasflasche flog in Richtung des Publikums. Eine Frau wird durch Splitter verletzt. Die Polizei rückt an. Die Augenblicke bis zum Konzertabbruch wurden von zahlreichen Handykameras festgehalten.

In dem Bericht äußert sich auch ein Konzertgänger zu dem Abend im Werkstätten- und Kulturhaus (WUK) in Wien. Demnach habe die Security teils Leute aus dem Publikum geholt und rausgeworfen. Mit Taschenlampen hätten sie ins Publikum geleuchtet, um die Becherwerfer zu suchen. Money Boy sei „fucked up“ gewesen, die Stimmung unter den Fans „generell scheiße“. Er sei ausgebuht worden, schnell habe sich der Saal geleert.

Kritik muss der Rapper auf seiner Facebookseite über sich ergehen lassen. Ein Nutzer schreibt, dass wohl kein Veranstalter je wieder mit Money Boy zusammenarbeiten wird.

Oh Boy... das war's... kein Veranstalter wird je wieder mit dir zusammenarbeiten... ich hab mir immer vorgestellt wie...

Posted by Flüm Borland on  Montag, 14. März 2016

 

Ein anderer Fan nimmt Abschied von Money Boy. Der Imageschaden ist groß.

RIP Money Boy

Posted by Sebastian Flyman on  Sonntag, 13. März 2016

 

Vor allem Fans aus Österreich sind enttäuscht von dem gebürtigen Wiener mit Namen Sebastian Meisinger.

Du warst und bist wohl  nicht der erste Rapper der mit so einer Verspätung aufgetreten ist. Aber die eigenen Fans in der...

Posted by Baha Arslan on  Sonntag, 13. März 2016

 

Ein Konzertgänger nimmt die Sache dann doch noch mit Humor: „Wer kann schon behaupten, dass er live den Crash von Moneyboys Karriere miterlebt hat?“

Ich weiß gar nicht was ihr alle habt... War ein geiles Konzert! Wer kann denn schon behaupten, dass er live den Crash von Moneyboys Karriere miterlebt hat!!!!

Posted by Daniel Erfanian on  Sonntag, 13. März 2016

 

Mit seinem Kommentar könnte der Nutzer recht haben: Das „Nova Rock“ hat bereits reagiert und Money Boy vom Line-Up für das diesjährige Festival gestrichen. Grund sei der Auftritt am Samstag im WUK gewesen, teilen die Veranstalter in einer Pressemitteilung mit. „Mit solchen Handlungen wollen wir nichts zu tun haben und werden uns schon gar nicht auf einem Festival damit auseinander setzen“, heißt es dort. Ein derartiges Verhalten gegenüber den Fans sei untolerierbar. Gegen den österreichischen Rapper liegt sogar eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung vor, berichtet die „Kronen Zeitung“.

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erstellt am 14.Mär.2016 | 19:10 Uhr

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