Traditionen und Bräuche : Macron will Baguette als Unesco-Kulturerbe anerkennen lassen

Frankreichs Staatschef hat sich dafür ausgesprochen, das französische Baguette ins immaterielle Kulturerbe aufzunehmen.  
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Frankreichs Staatschef hat sich dafür ausgesprochen, das französische Baguette ins immaterielle Kulturerbe aufzunehmen.  

Das Baguette gehört zu Frankreich wie Rotwein und Camembert. Der französische Staatschef will sich nun dafür einsetzen, dass das berühmte Stangenweißbrot auf die Liste des immateriellen Kulturerbes kommt.

shz.de von
14. Januar 2018, 09:07 Uhr

Nachdem die neapolitanische Pizza zum Unesco-Kulturerbe gekürt wurde, will Frankreich nachziehen: Staatschef Emmanuel Macron hat sich dafür ausgesprochen, das französische Baguette ins immaterielle Kulturerbe aufzunehmen.

Die Weißbrotstange werde in der ganzen Welt beneidet, sagte Macron am Freitag dem Sender Europe 1. «Man muss seine Exzellenz und das Können bewahren, und deshalb muss es ins Welterbe aufgenommen werden.» Damit unterstützte Macron eine Forderung des Chefs des französischen Bäcker- und Konditorverbandes. «Das Baguette ist der Alltag der Franzosen, und Brot ist eine besondere Geschichte.»

Die Unesco schützt nicht nur Kulturgüter, sondern auch immaterielles Kulturerbe - Tanz, Theater und Musik, aber auch Handwerk, Traditionen und Bräuche aus allen Weltreligionen. Das «Pizzaiuolo», die Kunst des Pizzabackens, wurde Anfang Dezember aufgenommen.

«Ich kenne unsere Bäcker», so Macron: «Sie haben gesehen, dass die Napolitaner es geschafft haben, ihre Pizza ins Welterbe der Unesco aufzunehmen. Also sagen sie sich: Warum nicht das Baguette? Und sie haben Recht.»

Aus Deutschland stehen bereits unter anderem das Genossenschaftswesen, die Falknerei sowie Orgelbau und Orgelmusik auf der Liste des immateriellen Kulturerbes.

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