Leute : Kracht hält Deutschland für zugekleistert

Christian Kracht beklagt eine urbane Gleichförmigkeit.  
Christian Kracht beklagt eine urbane Gleichförmigkeit.  

Schriftsteller Christian Kracht (46), der hauptsächlich außerhalb Europas lebt, hat sich einen speziellen Blick auf die Ästhetik Mitteleuropas zugelegt.

shz.de von
13. Oktober 2013, 14:31 Uhr

«Eine deutsche Hauptbeschäftigung, glaube ich, gerade in Berlin, ist es ja, Sachen übereinanderzukleistern und umzudeuten, weil es einem nicht mehr passt», sagte der Schweizer Autor («Faserland», «Imperium») der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung».

Außerdem: «Ich habe das Gefühl, dass es in Deutschland, der Schweiz und Österreich nur noch Agglomerationen gibt zwischen den Städten; Toys R Us und Ikea und diese ganzen großen Blöcke, wo man hinfährt, um kaufend Dinge für sich anzuhäufen.»

Zusammen mit seiner Frau Frauke Finsterwalder hat Kracht («1979», «Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten») das Drehbuch zum Spielfilm «Finsterworld» geschrieben, der am kommenden Donnerstag (17.10.) in die deutschen Kinos kommt.

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