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Leute : König Juan Carlos in guter Laune vor neuer Hüft-OP

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Spaniens König Juan Carlos hat nur wenige Stunden vor einer erneuten Operation an der linken Hüfte noch gearbeitet und sich dabei bester Laune präsentiert.

Der 75-jährige Monarch hieß am Dienstag in seiner Residenz im Zarzuela-Palast im Nordwesten Madrids 16 neue Botschafter willkommen. Er scherzte mit den zahlreich erschienenen Journalisten und sagte: «Normalerweise seid ihr nicht so viele, das macht euch wohl Spaß.» Nachmittags wurde er dann in die Madrider Universitätsklinik Quirón gebracht, wo er Pressevertretern vom Beifahrersitz des Wagens aus zurief: «Es geht los!».

Der Eingriff sollte am Abend vom angesehenen Hüftspezialisten Miguel Cabanela von der Mayo-Klinik in Rochester (USA) vorgenommen werden. Die erst im November wegen einer Arthrose an der linken Seite eingesetzte Hüftprothese muss wegen einer seltenen Infektion, die nach Ärzteangaben nur bei einem bis zwei Prozent aller Fälle auftritt, ausgetauscht werden. Der Eingriff sollte nach inoffiziellen Medienangaben gegen 20.00 Uhr beginnen und rund zwei Stunden dauern. Danach wollte Cabanela eine Pressekonferenz geben.

Vor dem Treffen mit den Botschaftern, darunter mit US-Vertreter James Costos, hatte der König am Montagabend auch die Präsidenten des marokkanischen Zweikammer-Parlaments, Karim Ghellab und Mohamed Cheikh Biadillah, empfangen. Auch da scherzte er mit Journalisten. «Ich muss wieder in die Werkstatt», sagte er. Die Pressevertreter lud er dabei sogar dazu ein, «als Mechaniker» am Eingriff teilzunehmen.

Kronprinz Felipe beteuerte unterdessen am Dienstag, sein Vater sei vor der OP «sehr fröhlich». «Das habt ihr ja gestern gesehen», fügte der 45-Jährige beim Besuch des Luftwaffenstützpunktes Talavera de la Real hinzu. Der Erholungsprozess wird dem Arzt Cabanela zufolge zwischen acht Wochen und sechs Monaten dauern - je nachdem, ob für die OP eine oder zwei Etappen benötigt werden.

Die neue Operation ist für Juan Carlos bereits die achte seit Mai 2010 sowie die fünfte innerhalb von 18 Monaten. Seit der Einsetzung der künstlichen Hüfte ging der König auch bei Auftritten in der Öffentlichkeit stets an Krücken oder am Stock. Zuletzt hatte er sich im März einer Bandscheiben-OP unterzogen. Gerüchte über einen Thronverzicht von Juan Carlos hatte das Königshaus vor dem Eingriff erneut zurückgewiesen. «Zu keinem Zeitpunkt hat der König eine Abdankung in Erwägung gezogen», hieß es.

Die Gerüchte über eine Abdankung hatten in jüngster Zeit nicht nur wegen der zunehmenden Gesundheitsprobleme Nahrung erhalten. Das Image des bis dahin sehr beliebten Königs hatte aufgrund einiger Affären tiefe Kratzer bekommen. Große Empörung löste etwa ein Korruptionsskandal um Schwiegersohn Iñaki Urdangarín, Ex-Handballstar und Mann von Tochter Cristina, aus. Zuvor hatte im April 2012 die Teilnahme des Königs an einer Elefantenjagd in Botsuana Ärger verursacht. Diese war nur bekanntgeworden, weil Juan Carlos sich bei einem Sturz die rechte Hüfte gebrochen hatte.

Empfang der neuen Botschafter

Treffen mit marokkanischem Parlaments-Präsidenten

Mitteilung des Königshauses

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erstellt am 24.Sep.2013 | 17:23 Uhr

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