Bayreuther Festspiele : Katharina Wagner: Viel vom Papa geerbt

Die Chefin der Bayreuther Festspiele, Katharina Wagner.
Die Chefin der Bayreuther Festspiele, Katharina Wagner.

Die Festspielchefin bezeichnet ihren Vater Wolfgang Wagner als ein Original, das niemand ersetzen könne. Für sie ist es wichtig, eine familiäre Atmosphäre für die Künstler zu schaffen.

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03. Juli 2018, 16:00 Uhr

Die Bayreuther Festspielleiterin Katharina Wagner schlägt nach eigener Einschätzung ihrem Vater Wolfgang Wagner nach.

«Von der Art meines Vaters habe ich, denke ich, tatsächlich relativ viel geerbt. Das höre ich immer wieder», sagte die 40-Jährige der Fachzeitschrift «Das Opernglas» (Ausgabe Juli/August). «Aber der Papa war einfach ein Original, das niemand ersetzen kann. Auch ich kann das nicht, aber ich kann sein Wirken in positivem Sinne fortführen.»

Wolfgang Wagner (1919-2010) leitete die Richard-Wagner-Festspiele zunächst von 1951 an gemeinsam mit seinem Bruder Wieland, nach dessen Tod 1966 dann mehr als 40 Jahre alleine. 2008 übernahmen seine Töchter Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier die Festspielleitung. Wagner-Pasquier schied 2015 aus.

Für die Bayreuther Festspiele ist nach Ansicht Katharina Wagners eine familiäre Atmosphäre entscheidend. «Die Künstler sollen immer und immer wieder gern an diesen Ort kommen. Eine Fabrik, die die Sänger nur so durchschiebt, dürfen wir nicht sein.»

Die diesjährigen Festspiele werden am 25. Juli mit einer Neuinszenierung der Oper «Lohengrin» eröffnet. Regie führt der US-Amerikaner Yuval Sharon.

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