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Vor Auftritt beim BuViSoCo 2015 : Interview mit Jeden Tag Silvester: „Bleiben, wer wir sind“

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Sie stecken bereits in den Proben vor dem großen Auftritt beim Bundesvision Song Contest am Samstagabend: Jeden Tag Silvester. Für ein kurzes Interview hat shz.de mit Drummer Tom Rieken gesprochen.

shz.de von
erstellt am 29.Aug.2015 | 09:51 Uhr

Wieso habt ihr euch für den Song „Dein Glück“ entschieden?

Den Song haben wir nach unserem ersten Support für Silbermond in der Kieler Ostseehalle geschrieben. Wir waren so geflasht von der tollen Stimmung und empfinden die Musik als unser persönliches Glück. Jeder Mensch hat aber andere schöne Momente, zum Beispiel ein tolles Hobby. Der Titel beschreibt das sehr schön und deshalb wollen wir ihn spielen.

Wo habt ihr das Musikvideo dazu gedreht?

Das Video dazu entstand bei einigen Live-Konzerten und mit Hilfe von Freunden, die uns ihre Urlaubserlebnisse zur Verfügung gestellt haben.

Wie habt ihr als Band zusammengefunden?

2008 haben wir uns in unserer Heimatstadt Bad Oldesloe kennengelernt und sind damals als Coverband gestartet.

Wer ist auf den Bandnamen gekommen? Und was bedeutet er?

Der Name ist nach dem gleichnamigen Song benannt. Er handelt von immer wiederkehrenden Vorsätzen, die man dann doch meist nicht einhält.

Ihr habt keinen Plattenvertrag. Würdet ihr einen eingehen, solltet ihr beim BuViSoCo weit nach vorne kommen oder gar gewinnen?

Ein Plattenvertrag steht bei uns nicht primär am Fokus. Wir arbeiten in einem kleinen, funktionierenden Team und freuen uns, selbstbestimmt zu entscheiden.

Seid ihr aufgeregt vor dem großen Auftritt vor einem Millionenpublikum?

Ja, die Spannung steigt quasi minütlich. Man muss sich schon zwicken, damit man weiß, dass es tatsächlich passiert.

Wie schafft ihr es, auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben? Ihr werdet ja sicher nach diesem Ereignis mehr und mehr Fans bekommen.

Wir lieben es, so zu sein wie wir sind, und das funktioniert auch mit den Fans super gut. Am Ende des Tages steht der Spaß im Vordergrund. Wir wollen jeden Moment genießen. Die Platzierung? Darüber machen wir uns keine Gedanken.

Habt ihr bereits eine EP oder ein Album? Tourt ihr in diesem Jahr noch in SH oder Hamburg?

Unser Debütalbum ist im September 2014 erschienen, im Herbst sind wir auch wieder damit auf Tour.

Seid ihr privat gute Freunde?

Wir sind super gute Freunde.

Welcher Titel der Konkurrenz hat eurer Meinung nach die größten Chanchen?

Wir schätzen, dass Mark Forster oder Glasperlenspiel das Rennen machen.

Wie stehen eure Familien, Freunde zu eurer Musik?

Unsere Freunde und unseren Familien stehen voll hinter uns, das ist ein gutes Gefühl.

Der Bundesvision Song Contest startet an diesem Samstagabend (20.15 Uhr) in Bremen. Bei der Veranstaltung von Moderator Stefan Raab messen sich bekannte und eher unbekannte deutsche Bands. Jede Musikgruppe präsentiert einen Song, der mindestens zur Hälfte auf Deutsch gesungen wird. Wer gewinnt, entscheiden die Fernsehzuschauer. Sie können per Telefon und SMS abstimmen - auch für ihr eigenes Bundesland. Die Show wird auf ProSieben gezeigt.

Zu den bekannten Musikern zählen der Sänger Mark Forster („Bauch und Kopf“) und die Band Glasperlenspiel („Geiles Leben“). Auch Jeanette Biedermann und Yvonne Catterfeld treten an, außerdem die Bands Donots und Madsen sowie die Sängerinnen Namika und Lary. „Es ist Zeit, dass nicht immer nur die Favoriten gewinnen. Es ist Zeit für Leute mit Ecken und Kanten. Es ist Zeit für die Freaks“, sagte der Sänger Ferris MC („Monstertruck“), der als festes Mitglied der Band Deichkind bekannt ist, und bei dem Wettbewerb als Solokünstler für Hamburg antritt.

Zu den eher unbekannten Teilnehmern gehört die Band Jeden Tag Silvester, die für Schleswig-Holstein mit dem Titel „Dein Glück“ startet. Auch PerDu („Lange nicht getanzt“) aus dem Saarland hoffen, durch die Teilnahme bekannter zu werden.

Der aus dem „Tatort“ bekannte Schauspieler Jan Josef Liefers, der mit seiner Band Radio Doria und dem Lied „Sehnsucht Nr. 7“ antritt, will mit seiner Teilnahme helfen, sein Bundesland wieder in positives Licht zu rücken. „Sachsen kommt gerade zu trauriger Berühmtheit“, sagte er in Anspielung auf fremdenfeindliche Übergriffe.

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