Kultur-Schock : Insolvenzverfahren für Suhrkamp eröffnet

Für Suhrkamp wird es ernst. Foto: Arne Dedert/
Für Suhrkamp wird es ernst. Foto: Arne Dedert/

shz.de von
07. August 2013, 02:23 Uhr

Für den traditionsreichen Suhrkamp-Verlag ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Die zuständige Richterin Mechthild Wenzel vom Amtsgericht Berlin Charlottenburg bestätigte der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung "Die Welt". Sie habe das Verfahren über das Vermögen der Suhrkamp KG am Dienstagabend eröffnet, so Wenzel.
Der "Welt" zufolge hatte der Sachwalter Rolf Rattunde einen Insolvenzplan vorgelegt, mit dem die Zukunft des Unternehmens gesichert werden soll. Nach Informationen des Blattes sieht der Plan die Umwandlung von einer Kommanditgesellschaft in eine Aktiengesellschaft vor. Damit würde der Minderheitsgesellschafter Hans Barlach voraussichtlich seine zahlreichen Sonderrechte verlieren, schreibt die Zeitung.
Ende Mai hatte der Verlag ein sogenanntes Schutzschirmverfahren beantragt. Danach haben die Beteiligten bis zu drei Monate Zeit, Sanierungsvorschläge zu unterbreiten.

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