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ARD-Sonntagskrimi : Heute Abend im „Tatort“: Fall und Aufstieg eines Kommissars

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Berliner Tatort überzeugt mit seiner rasanten Geschichte. Unser Autor Frank Kober hat die neue Folge schon gesehen.

Was für normal sterbliche Eltern bei der Jugendweihe gilt, gilt erst recht bei der jüdischen Bar Mizwa: Mutti sollte nicht fehlen! Deshalb hat sich Kommissarin Nina Rubin (Meret Becker) extra frei genommen, um der feierlichen Zeremonie für ihren Sohn Kaleb beizuwohnen.
Blöd nur, dass sie somit verpasst, wie Kollege Robert Karow (Mark Waschke) den Kronzeugen Andi Berger (Robert Gallinowski) zur Staatsanwaltschaft bringt. Der Ex-Kriminelle soll gegen seine Auftraggeber aussagen. Und zugleich Karow mit einem Handyvideo entlasten, in dem zu sehen sein soll, wer vor zwei Jahren Karows Kollegen Gregor Maihack erschossen hat.

Doch dazu kommt es nicht. Auf dem Weg ins Gericht wird Berger erschossen. So ist der Kronzeuge tot – und die Bar Mizwa für Nina Rubin im Eimer. Denn die Kommissarin muss sofort handeln, da kurz daraufd Maihacks Witwe Christine (Ursina Lardi) entführt wird, mit der Karow mal ein Verhältnis hatte. Weshalb er ja auch von seinen Kollegen verdächtigt wird, seinen Partner Maihack ermordet zu haben.

Doch dann ist Karow selbst wie vom Erdboden verschluckt, sodass sich Nina Rubin und Jungkollegin Anna Feil (Carolyn Genzkow) fragen: Will er mit einem erneuten Alleingang seine dunkle Vergangenheit weiter frisieren oder ist er diesmal tatsächlich in Gefahr?

Und wo, zum Teufel, ist das Handyvideo, das Karow be- oder entlasten konnte?

Stefan Kolditz (Buch) und Christian von Castelberg (Regie) führen heute Abend das Rätselraten um Karow endlich auf die Zielgerade. Und zwar mit einer vollen Dröhnung Action und Emotion. Denn heute muss sich erweisen, wie waschecht ihre Berliner Kommissare sind – im Sumpf aus Drogen und Korruption. Stilsicher und mit Gespür für dramatische Momente, überzeugt dieser „Tatort“ mit seiner rasanten Geschichte und etlichen Überraschungen. Und das ist auch gut so. Sieht es doch so aus, als seien Becker, Waschke und Genzkow nicht nur im „Tatort“ endlich angekommen, sondern könnten auch bald unsere Zuschauerherzen erobern.

Also weiter so, wa!

„Tatort: Dunkelfeld“, 20.15 Uhr, ARD


Frank Kober

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