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Schauspielerin aus „In aller Freundschaft“ : Hendrikje Fitz an Krebs gestorben - Ihr Leben für die Kamera

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Ihre Krankheit hatte die Schauspielerin auch in die Arzt-Serie miteingearbeitet. Nun ist sie im Alter von 54 Jahren gestorben.

Die Schauspielerin Hendrikje Fitz („In aller Freundschaft“) ist tot. Die 54-Jährige starb am Donnerstag, teilt ihr Management am Freitag mit. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet. Fitz war an Krebs erkrankt. Sie hatte die schwere Erkrankung selbst öffentlich gemacht. Fitz spielte seit 1998 die Physiotherapeutin Pia Heilmann in der beliebten ARD-Serie „In aller Freundschaft“ - bis zuletzt.

Jede Woche verfolgen nach Angaben des MDR im Schnitt sechs Millionen Zuschauer die Episoden aus der Sachsenklinik. Fitz war seit der ersten Folge „Willkommen in Leipzig“ 1998 dabei. Wegen ihrer Erkrankung nahm sie sich Auszeiten, drehte aber Anfang diesen Jahres noch einmal, als ihre Ärzte ihr grünes Licht gegeben hatten.

Die Wahl-Berlinerin war die Tochter des Schauspielers Peter Fitz und die Schwester des Schauspielers Florian Fitz. Ihren Kampf gegen den Krebs hatte sie auf ihrer Facebook-Seite öffentlich gemacht. Im Sommer 2015 seien bei ihr Metastasen im Hirn festgestellt worden, schrieb sie dort. Es gebe Ereignisse, die daher kommen wie eine kleine Naturgewalt und alles durcheinanderwirbelten.

MDR-Fernsehspielchefin Jana Brandt erklärte am Freitag: „Hendrikje Fitz hat gerne gesagt, dass „In aller Freundschaft“ ein Glücksfall für sie war. Das gilt auch umgekehrt. Hendrikje ist nicht zu ersetzen. Mit ihrem Tod werden die Fans und wir uns auch von Pia Heilmann verabschieden müssen.“ Ob und wie die Lücke in der Serie geschlossen wird, ist laut MDR noch offen. Die zuletzt mit Fitz gedrehte Folge „Wahre Freunde“ werde am 26. April im Ersten zu sehen sein.

Hendrikje Fitz wurde in Frankfurt/Main geboren und lebte in Berlin. Nach Schauspiel-, Gesangs- und Tanzausbildung stand sie auf zahlreichen Theaterbühnen, unter anderem in Freiberg, Leipzig und Düsseldorf. Neben „In aller Freundschaft“ hatte sie auch Fernsehrollen im „Tatort“ oder bei „Neues vom Bülowbogen“.

In „IaF“, wie die Klinikserie häufig abgekürzt wird, spielte sie von der ersten Stunde an neben Thomas Rühmann, der ihren Ehemann Roland Heilmann gab. „Ich bin einfach nur traurig“, erklärte Rühmann. Er habe „eine gute Freundin verloren, eine wunderbare Kollegin, eine Komödiantin auf der Bühne“.

Die 54-Jährige ist offen mit ihrer Krankheit umgegangen, postete Bilder von sich aus ihrem geliebten Italien - und bedankte sich herzlich bei ihren Fans für deren Anteilnahme und Unterstützung. „Ich finde - es ist höchste Zeit, dass auch dem Sterben ein adäquater Platz in unserer Gesellschaft eingeräumt wird - darum kann und will ich gar nicht anders, als mit dem, was mir derzeit passiert, in aller Offenheit umzugehen“, schrieb sie. Die Angst vor einem qualvollen Ende hätten ihr ihre Ärzte genommen. „Seit mir diese Angst genommen worden ist, kann ich meine Situation nicht nur annehmen, sondern ich erlebe sie vielmehr als eine der intensivsten überhaupt in meinem Leben.“

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erstellt am 08.Apr.2016 | 14:57 Uhr

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