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Klage der Sinti und Roma : Günter Grass unterstützt Strafanzeige gegen NPD

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Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass hat dem schleswig-holsteinischen Landesverband der Sinti und Roma in einer Auseinandersetzung mit der NPD den Rücken gestärkt.

shz.de von
erstellt am 10.Sep.2013 | 14:43 Uhr

Kiel | Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass hat dem schleswig-holsteinischen Landesverband der Sinti und Roma in einer Auseinandersetzung mit der NPD den Rücken gestärkt. "Plakate und Flyer mit rassistischen Aussagen wie 'Geld für die Oma statt Sinti und Roma' richten sich explizit gegen eine Volksgruppe und sollten nicht ungestraft verbreitet werden", hieß es in einer am Dienstag verbreiteten Solidaritätserklärung von Grass und seiner Frau Ute.

"Im Namen unseres Stiftungsvorstandes erklären wir unsere Solidarität", betonten beide und verwiesen auf die Strafanzeige des Vorsitzenden des Landesverbandes, Matthäus Weiß, wegen Volksverhetzung und Beleidigung gegen die NPD. Günter und Ute Grass äußerten sich für die von Grass 1997 in Lübeck gegründete und finanziell ausgestattete "Stiftung zugunsten des Romavolkes".

Die Staatsanwaltschaft Kiel habe Ermittlungen gegen die NPD aufgenommen. "Die Prüfungen dauern weiter an", sagte die Kieler Oberstaatsanwältin Birgit Heß am Dienstag.

Im August hatten der Landesverband der Sinti und Roma sowie die Piraten-Landtagsabgeordneten Angelika Beer und Wolfgang Dudda Strafanzeigen gestellt. Beide Abgeordnete entfernten in Neumünster ein NPD-Wahlplakat mit dem ihrer Meinung nach volksverhetzenden Slogan - aus Gründen der Beweissicherung, wie es hieß. Daraufhin stellte die NPD nach eigenen Angaben gegen Beer und Dudda Strafanzeige wegen Diebstahls und Sachbeschädigung.

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