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Douglas Tompkins : Gründer von „Esprit“ und „The North Face“ ist tot

vom

Der 72-Jährige ist beim Kajakfahren in Chile verunglückt. Tompkins erhielt im Juni den Kieler Weltwirtschaftspreis.

Santiago de Chile | Der Mitgründer der Modemarken „Esprit“ und „The North Face“, Douglas Tompkins, ist tot. Er starb am Dienstag beim Kajakfahren in Chile im Alter von 72 Jahren an einer starken Unterkühlung, wie die Gesundheitsbehörde im chilenischen Bezirk Aysén mitteilte.

Mit dem Verkauf seiner Anteilen an den von ihm gegründeten Firmen hat Tompkins viel Land gekauft, um es in Nationalparks oder Reservate umzuwandeln. Für seine Umweltprojekte wurde Tompkins mehrfach ausgezeichnet.

Tompkins war bei einer Tour auf dem See General Carrera bei hohem Wellengang ins Wasser gefallen und wurde mit Anzeichen einer starken Unterkühlung per Hubschrauber in ein Krankenhaus in Coyhaique gebracht. Bei Ankunft in der Klinik habe seine Körpertemperatur nur 19 Grad Celsius betragen, teilte die Behörde mit. In dem 1400 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago de Chile gelegenen Ort sei Tompkins Stunden später gestorben.

Der US-Multimillionär hatte „Esprit“ und „The North Face“ in den 60er Jahren mitgegründet. Nach dem Verkauf der Firmen widmete er sich Umweltprojekten. Im Juni hatte Tompkins gemeinsam mit seiner Frau Kristine den Kieler Weltwirtschaftspreis erhalten. Beide besitzen rund eine Million Hektar geschütztes Land in Form von Nationalparks und Naturreservaten in Chile und Argentinien.

„Esprit“-Mitarbeiter reagierten bestürzt. „Ein großartiger Mensch und Visionär hat uns verlassen“, sagte Firmenchef Jose Manuel Martínez am Sitz der internationalen Esprit-Zentrale im nordrhein-westfälischen Ratingen. „Wir werden seinen inspirierenden Tatendrang nie vergessen“, hieß es in der Stellungnahme vom Mittwoch.

„Wir sind alle tief betrübt über die Nachricht von Doug Tompkins' Tod“, teilte „North Face“ mit. „Er war ein leidenschaftlicher Anwalt für die Umwelt, und sein Erbe des Naturschutzes wird hoffentlich helfen, unsere Arbeit jeden Tag fortzusetzen.“ Tompkins hatte die Firmenzentrale im kalifornischen Alameda zuletzt 2013 besucht.

Auch in Kiel löste Tompkins' Tod Trauer aus. „Die Nachricht von Douglas Tompkins' Tod hat mich tief bestürzt“, sagte der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, Dennis Snower. „Er war ein leidenschaftlicher Naturschützer, der uns in vorbildlicher Weise gezeigt hat, wie Mensch und Umwelt harmonisch zusammenleben können.“

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erstellt am 09.Dez.2015 | 15:22 Uhr

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