Diagnose Leukämie : Ex-Stabhochspringer Lobinger: Blutkrebs ist zurück

Der deutsche Stabhochspringer Tim Lobinger (2012).
Der deutsche Stabhochspringer Tim Lobinger (2012).

Der Sportler geht offen mit seiner Krankheit um. Zwei Krebszellenarten konnten bei ihm nach siebenmonatiger Behandlung in einem Münchner Krankenhaus nicht mehr nachgewiesen werden, eine andere leicht mutierte Form kehrte jedoch zurück.

shz.de von
11. April 2018, 12:56 Uhr

Der ehemalige Stabhochspringer Tim Lobinger ist erneut an Blutkrebs erkrankt. «Die zwei Krebszellenarten, die vergangenes Jahr erkannt wurden und vernichtet werden konnten, sind nicht mehr nachgewiesen worden. Dafür ist eine leicht mutierte Form zurückgekehrt», sagte der 45-Jährige dem «Stern».

Einer Chemotherapie unterziehe er sich derzeit jedoch nicht, so der Leichtathlet. «Die Blutwerte sind erst einmal nicht schlechter geworden. Zumindest bis heute nicht.»

Bei Lobinger war vor rund einem Jahr erstmals Leukämie diagnostiziert worden. Im Mai wurde die Erkrankung öffentlich gemacht. Lobinger war insgesamt sieben Monate lang in einem Münchner Krankenhaus zur Behandlung. «Im letzten Jahr konnte ich nicht mal joggen. Da war noch der Tumor in der Schulter, die Krebszellen hatten sich auch im Knochen angesiedelt und drohten ihn zu zerfressen», sagte der Sportler im Interview.

Lobinger war 1997 der erste deutsche Stabhochspringer, der im Freien die Sechs-Meter-Marke überwand. 2003 gewann er in Birmingham Gold bei den Hallen-Weltmeisterschaften der Leichtathleten. Bei Freiluft-Europameisterschaften holte Lobinger insgesamt drei Medaillen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert