#MeToo : Eva Mattes kritisiert Sexismus im Filmgeschäft

Schauspielerin Eva Mattes 2011 bei Dreharbeiten zu einem Bodensee-«Tatort».
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Schauspielerin Eva Mattes 2011 bei Dreharbeiten zu einem Bodensee-«Tatort».

Für ältere Schauspielerinnen gebe es zu wenige Rollen. Sagt Eva Mattes.

shz.de von
24. Januar 2018, 10:59 Uhr

Die Schauspielerin Eva Mattes (63) unterstützt die auch im deutschen Filmgeschäft geführte Debatte zu Sexismus und sexuellen Übergriffen. «#MeToo steht für Machtmissbrauch», sagte die frühere «Tatort»-Kommissarin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Mittwoch.

Daher betreffe die «#MeToo-Debatte nicht nur das Filmgeschäft, sondern fast jede Branche». Sie selbst sei kein Opfer solcher Übergriffe geworden: «Ich konnte mich immer zur Wehr setzen.» Allerdings wisse sie von Vorfällen im deutschen Filmgeschäft.

Ein weiteres Problem, sagte Mattes, sei das fehlende Rollenangebot für ältere Schauspielerinnen. Es gebe nur wenige interessante Geschichten für Frauen ab 50. Eva Mattes wünscht sich mehr Produktionsfirmen, die solche Geschichten erzählen wollten. In den USA sei das besser. «Wir wissen schon lange, dass unsere Bevölkerung immer älter wird. Ich meine, ich bin 63 Jahre alt. Hallo, ich stehe mitten im Leben. Ich kann alles. Wir können alles.»

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