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Elyas M'Barek und der Hype um „Fack Ju Göhte“

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„Chantal, heul leise!“: Mit „Fack Ju Göhte“ hat Elyas M'Barek jetzt schon Kinogeschichte geschrieben. Die Schul-Posse ist einer der erfolgreichsten deutschen Filme. Jetzt steht Teil zwei in den Startlöchern.

shz.de von
erstellt am 03.Sep.2015 | 08:42 Uhr

München | Einer der größten deutschen Kinoerfolge der vergangenen Jahre geht in die zweite Runde. Am 10. September kommt die Fortsetzung der Schul-Komödie „Fack Ju Göhte“ ins Kino. Die Fußstapfen sind riesig. Mehr als sieben Millionen Menschen haben sich im Kino angeschaut, wie Aushilfslehrer Herr Müller Schülerin Chantal anbrüllt: „Heul leise!“ „Fack Ju Göhte“ genießt längst Kultstatus.

Von Teil zwei waren vor dem Tag der Weltpremiere am Montag in München nur Ausschnitte bekannt. Darin besucht Zeki Müller (Elyas M'Barek) Chantal (Jella Haase) beim Praktikum im Autohaus und fährt mit seinen Schülern auf Klassenfahrt nach Thailand. Dabei fühlt sich der sonst so coole Herr Müller allerdings schon mal überfordert. „Was ist, wenn einer stirbt?“ Seine Schüler tun sich mit der klassischen Bildung so schwer wie in Teil eins. „Wir haben den Roman gelesen mit der Faust. - Aber der war verrückt, dieser Reclam.“ Alle bekannten Schauspieler aus dem ersten Teil sind wieder dabei.

Neben M'Barek und Haase sind das Karoline Herfurth als überengagierte Junglehrerin, Uschi Glas als frustrierte ältere Kollegin, Max von der Groeben als Danger und Katja Riemann als Schulleiterin.

„Wir wussten, was die in der Lage sind zu leisten, aber so einen Sensationserfolg haben wir uns nicht vorstellen können“, sagte der Chef der Filmfirma Constantin, Martin Moszkowicz, nachdem „Fack Ju Göhte“ nach dem Kinostart 2013 alle Erwartungen übertroffen hatte. „Die“, das sind Regisseur Bora Dagtekin und sein Team - und das ist vor allem Schauspieler Elyas M'Barek. „Wir sind davon ausgegangen, dass es ein erfolgreicher deutscher Kinofilm wird, und jetzt ist es ein deutsches Kino-Phänomen“, sagte Moszkowicz damals und auch: „Das Phänomen Elyas ist schon beachtlich.“ Er sei einer der wenigen Filmstars Deutschlands.

Damals hatte M'Barek 1,5 Millionen Fans bei Facebook. Heute sind es noch fast eine Million mehr - Tendenz immer noch steigend. Er hat sogar noch mehr Fans als Matthias Schweighöfer. Der 33-jährige Münchner tut dafür auch einiges, postet immer wieder Fotos von seinem unbekleideten, beachtlichen Oberkörper und kokettiert gekonnt mit seinem Image als Sex-Symbol. „Ey, flirtet gefälligst auf euren eigenen Seiten!“, schrieb er dort jüngst, als es nach dem Post eines Fotos von ihm - in ungewöhnlich angezogener Pose - mal wieder verzückte Kommentare regnete.

Für den hübschen jungen Mann läuft es seit seinem Durchbruch mit der ARD-Serie „Türkisch für Anfänger“ und dem Erfolg mit „Doctor's Diary“ wie geschmiert. Im vergangenen Jahr war er in der Klischee-Komödie „Männerhort“ zu sehen, ging in dem Thriller „Who Am I“ unter die Hacker und lieh dem Bären „Paddington“ seine Stimme.

Sein Erfolg habe ihn und sein Leben nicht sonderlich verändert, sagte M'Barek kürzlich dem „People“-Magazin: „Ich habe dieselben Freunde, dieselben Hobbys und wohne noch in derselben Wohnung.“ Auch seine Brötchen hole er morgens noch selbst. „Wer soll das sonst machen?“ Und dann sagte er noch etwas, das seine Fans sicher nicht gerne hören: Er könne sich durchaus vorstellen, irgendwann mal etwas anderes zu machen, als vor der Kamera zu stehen. „Ich sehe mich durchaus mit 50 Jahren irgendwo in Italien Wein anbauen. Oder in einer Werkstatt, als Schreiner.“

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