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Flüchtlingskrise : Einsatz für Menschenrechte - Joko Winterscheidt im Shitstorm

vom

„Jeder hat das Recht auf Asyl", findet Moderator Joko Winterscheidt. Das steht auch in der UN-Charta für Menschenrechte.

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2015 | 12:18 Uhr

Bis zum Beginn der Flüchtlingskrise war Joko Winterscheidt eigentlich nur für infantile Späße zuständig: An der Seite von Klaas Heufer-Umlauf moderiert der 36-Jährige unter anderem die Prosieben-Sendung  „Circus Halligalli“. Seitdem im Netz - vor allem auf Facebook - der Fremdenhass aufkeimt, bekennt Joko Winterscheidt Farbe. Vor rund sechs Wochen mit einem Youtube-Video mit seinem Kompagnon Klaas, seit dieser Woche mit einem neuen Facebook-Profilbild. Yoko Winterscheidt beteiligt sich an der Kampagne  „Recht auf Menschrecht“ und hält auf dem Bild ein Pappschild mit den Worten „Artikel 14: Jeder hat ein Recht auf Asyl“ in den Händen. Das hat einen Shitstorm auf seiner Fanpage ausgelöst.

Joko Winterscheidt ist nicht der einzige Prominente, der sich öffentlich gegen Fremdenhass richtet und für seine Solidarität mit Flüchtlingen einen Shitstorm erntet. Schauspieler Til Schweiger etwa warb in Interviews und mit Facebook-Postings dafür, Flüchtlinge willkommen zu heißen. Er ärgerte sich lautstark über fremdenfeindliche Hetze im Netz und sprach von „empathielosem Pack“.

Das Foto ist Teil eines Videoclips, in dem sich auch andere Promis zeigen und für die UN-Charta für Menschenrechte eintreten - unter anderem Klaas Leufer-Umlauf, Jan Josef Liefers, Palina Rojinski, Bulli Herbig und Udo Lindenberg.

"Jeder hat das Recht auf Menschenrecht"  sagen über 30 Prominente und setzen ein Zeichen für die Menschenrechte. Macht mit und informiert euch zu der Mitmachkampagne unter: www.recht-auf-menschenrecht.de

Posted by Recht auf Menschenrecht on Dienstag, 29. September 2015

Und warum die Aufregung? Facebook-Nutzer beschimpfen Winterscheidt als  „Wichtigtuer“, viele Kommentare pauschalisieren und hetzen gegen Ausländer. Andere unterstützen den Moderator - allerdings sind sie in der Minderheit.

Joko Winterscheidt reagiert souverän. In einem Facebook-Post wendet er sich direkt an die Kritiker: „Mein Profilfoto bleibt. Da könnt ihr noch so viele Hassmails schreiben!“ Und weiter:  „Also, sagt mir nicht wie dumm ich bin und vor welchen Karren ich mich spannen lasse. Vor keinen nämlich. Ich unterstütze diese Kampagne aus vollem Herzen und bei Verstand. Zwei Dinge die den meisten hier fehlen.“

meine lieben 'freunde' hier auf facebook. mein profilfoto bleibt. da koennt ihr noch so viele hass mails schreiben!...

Posted by Joko Winterscheidt on  Montag, 5. Oktober 2015

Am Mittwochmittag gefiel dieser Eintrag vom Dienstagabend schon mehr als 100.000 Menschen. Und auch die Seite  „Recht auf Menschenrecht" unterstützt Joko Winterscheidt.

Joko Winterscheidt ist sowas von nicht alleine! Hier nur ein kleiner Auszug! Jeder für jeden und alle für alle! Wir setzen weiter ein Zeichen für  #Menschenrechte!

Posted by Recht auf Menschenrecht on  Dienstag, 6. Oktober 2015

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