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Unfalltod von „Titanic“-Komponist James Horner : Diese 10 Musiker starben bei Flugzeugabstürzen

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James Horner ist nicht der erste prominente Musiker, der bei einem Flugzeugabsturz sein Leben verloren hat.

shz.de von
erstellt am 23.Jun.2015 | 16:00 Uhr

Los Angeles | Hollywood trauert um den „Titanic“-Komponisten James Horner. Allem Anschein nach kam der 61-Jährige am Montag beim Absturz seines Kleinflugzeugs in Kalifornien ums Leben. Die Identität des getöteten Piloten wurde von den Behörden zunächst nicht offiziell bestätigt. Horners Anwalt, Jay Cooper, bestätigte allerdings der „Los Angeles Times“, dass das abgestürzte Flugzeug dem 61-jährigen gehört habe: „Wenn er nicht darin gewesen wäre, dann hätte er sich gemeldet.“

Horner zählte zu den erfolgreichsten Komponisten in Hollywood. Für „Titanic“ nahm er 1998 zwei Oscars entgegen, als Komponist der kompletten Filmmusik und für den von Céline Dion gesungenen Originalsong „My Heart Will Go On“. Nach seiner ersten Oscar-Nominierung für „Aliens“ (1986) hatte er unter anderem auch mit den Soundtracks für „Apollo 13“, „Braveheart“ und „Avatar“ Gewinnchancen.

James Horner ist bei weitem nicht der einzige Prominente Musiker und Komponist, der bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam:

Aaliyah

Aaliyah im Jahr 2000.
Aaliyah im Jahr 2000. Foto: Imago/UPI Photo
 

Die US-amerikanische Contemporary-R&B-Sängerin starb am 25. August 2001 bei einem Flugzeugabsturz in Marsh Harbour auf den Bahamas. Sie wurde 22 Jahre alt. Die Cessna 402B stürzte unmittelbar nach dem Start ab. Später stellte sich heraus, dass das Flugzeug um 400 Kilo überladen war und der Pilot unter Einfluss von Alkohol und Kokain gestanden hatte. Ihr Album „Aaliyah“ aus 2001 war postum sehr erfolgreich und war unter anderem 41 Wochen lang in den deutschen Charts vertreten.

Melanie Thornton

Melanie Thornton bei ihrem letzten Konzert in Leipzig am Tag ihres Todes.
Melanie Thornton bei ihrem letzten Konzert in Leipzig am Tag ihres Todes. Foto: Privat/Wikimedia

Am 24. November 2001 stürzte eine Maschine vom Typ „Avro RJ 100“ auf dem Weg von Leipzig nach Zürich in einem Waldstück bei Bassersdorf in der Schweiz ab. 24 Menschen starben bei dem Unglück. Mit an Bord: die 34-jährige R&B- und Pop-Sängerin Melanie Thornton. Mit ihrem Song „Wonderful Dream“ sorgte sie für einen weihnachtlichen Hit. Der Song wurde in einer „Coca Cola“-Werbung eingespielt. Ihr letztes Soloalbum hieß „Ready to Fly“. Mit an Bord waren auch zwei Sängerinnen des Trios „Passion Fruit“. Maria Serrano-Serrano und Nathaly van het Ende kamen ums Leben.

Lynyrd Skynyrd

Ean Evans und Gary Rossington bei einem Konzert 2007.
Gary Rossington (rechts) ist das letzte Gründungsmitglied, das noch in der Band aktiv ist. Foto: Imago/UPI Photo
 

Am 17. Oktober 1977 veröffentlichte die Southern-Rock-Band „Lynyrd Skynyrd“ ihr sechstes Album mit dem Titel „Street Survivors“. Nur drei Tage später stürzte die Chartermaschine der Band auf dem Weg von Greenville nach Baton Rouge in Louisiana ab. Bei dem Unglück starben Gründungsmitglied und Sänger Ronnie van Zant sowie Gitarrist Steve Gaines und seine Schwester, die Backgroundsängerin Cassie Gaines. Auch der damalige Bandmanager Dean Kilpatrick starb bei dem Unfall. Der Rest der Band überlebte schwer verletzt. Das Album wurde zu einem der größten Erfolge der Band. Der größte Hit von Lynyrd Skynyrd ist „Sweet Home Alabama“.

Buddy Holly

Buddy Holly 1958.
Buddy Holly 1958. Foto: Imago/United Archives International
 

Der Wegbereiter des Rock'n'Roll stürzte am 3. Februar 1959 in Mason City (Iowa) mit einer viersitzigen Privatmaschine ab. Vermutlich aufgrund eines Pilotenfehlers bei starkem Wind geriet die Maschine, eine Beechcraft Bonanza, außer Kontrolle. Mit Songs wie „Peggy Sue“ und „That'll be the Day“ erlangte er Bekanntheit. Der Song „American Pie“ von Don McLean setzte Buddy Holly ein Denkmal. Im Text heißt es: „The Day the Music Died“ (Der Tag, an dem die Musik starb).

Glenn Miller

Glenn Miller war begnadeter Saxofonist.
Glenn Miller war begnadeter Saxofonist. Foto: Imago/ZUMA/Keystone
 

„Chattanooga Choo Choo“, „Stairway to the Stars“, „In the Mood“ oder „Moonlight Serenade“ sind nur vier der Hits von Glenn Miller. Der Jazzmusiker, der mit seinen Swing-Klassikern Welterfolge erzielte, starb am 15. Dezember 1944 vermutlich über dem Ärmelkanal. Seine Maschine war von London nach Paris unterwegs als britische Jagdbomber ihre Bombenlast abwarfen, da sie wegen dichten Nebels die Stadt Siegen in Deutschland nicht bombardieren konnten. Offenbar wurde der Zweisitzer, eine kleine „Noorduyn Norseman“, mit Glenn Miller an Bord von einer Bombe getroffen. Das Wrack wurde nie gefunden, weshalb es zu einer Legendenbildung kam.

Patsy Cline

Patsy Cline (gespielt von Jessica Lange) im Film „Sweet Dreams“.
Patsy Cline (gespielt von Jessica Lange) im Film „Sweet Dreams“. Foto: Imago/United Archive International

Die Country-Sängerin kam auf dem Höhepunkt ihrer Karriere ums Leben. Auf dem Rückweg von einem Konzert geriet ihr Flugzeug am 5. März 1953 in einen Gewittersturm und stürzte ab. Mit an Bord waren die Country-Sänger Cowboy Copas und Hawkshaw Hawkins. Auch sie starben bei dem Unglück. Postum wurde Patsy Cline noch populärer. Ihr größter Hit war „Crazy“, der sich sogar noch 1990 in den Charts platzierte. 1985 kam der Film „Sweet Dreams“ in die Kinos, der ihr Leben beleuchtete.

John Denver

John Denver war begeisterter Flieger.
John Denver war begeisterter Flieger. Foto: Imago/teutopress
 

„Take Me Home, Country Roads“ und „Leaving on a Jet Plane“ machten John Denver weltberühmt. Er liebte das Fliegen. Am 12. Oktober 1997 stürzte seine Sportmaschine, eine Rutan 61 Long EZ, über der Monterey Bay in Kalifornien ab. Der Country- und Folksänger starb im Alter von 53 Jahren. Tragische Ursache: Denver hatte vergessen, den Tankwahlschalter auf den volleren Tank umzustellen. Der Motor stoppte. Der Schalter ist bei diesem Flugzeugtyp hinter dem Piloten angebracht, beim Versuch in umzulegen veriss er vermutlich das Steuer, die Maschine stürzte ab. Ein Werkstatttermin zum Umbau des Schalters hatte der Musiker bereits vereinbart.

Stevie Ray Vaughan

Stevie „Ray“ Vaughan bei einem seiner letzten Konzerte.
Stevie „Ray“ Vaughan bei einem seiner letzten Konzerte. Foto: Scott Newton/Wikimedia Commons

Als Blues-Gitarrist hatte sich Vaughan einen Namen gemacht. Am 27. August 1990 starb er beim Absturz eines „Bell 206“-Helikopters nahe East Troy in Wisconsin. Ursache für den Unfall war starker Nebel in der Nacht des Unglücks. Die Maschine prallte nach dem Start gegen einen Hügel. Vaughan war maßgeblich daran beteiligt, dass die Bluesmusik in den 1980ern wieder an Popularität gewann. Vor seinem Tod absolvierte er ein gemeinsames Konzert mit Eric Clapton auf dessen „Journeyman World Tour“. Mit auf der Bühne standen auch Robert Cray und Buddy Guy. Die Zeitschrift „Rolling Stone“ zählt ihn auf Platz sieben der 100 besten Gitarristen der Welt.

Randy Rhoads

Randy Rhoads 1980 bei einem Konzert in den Sophia Gardens in Cardiff.
Randy Rhoads 1980 bei einem Konzert in den Sophia Gardens in Cardiff. Foto: Andrew King/Wikimedia Commons
 

Randy William Rhoads war ein Heavy-Metal-Gitarrist und spielte für Ozzy Osbourne, weshalb er internationale Bekanntheit erlangte. Auf einer Busfahrt zum nächsten Konzert der Ozzy Band legte der Busfahrer des Tourbusses, Andrew Aycock, eine Pause ein, um Reparaturen durchzuführen. Er nahm sich unerlaubterweise eine Beechcraft Bonanza aus einem nahegelegenen Hangar, die einem Bekannten gehörte, und lud einige Businsassen, darunter Randy Rhoads, zu einem Rundflug ein. Aycock besaß einen Pilotenschein, der jedoch abgelaufen war. Während des Flugs streifte Aycock im Tiefflug mit einer Tragfläche den Tourbus. Die Tragfläche riss ab, die Maschine streifte ein paar Bäume und stürzte in eine Garage. Dort explodierte das Flugzeug. Neben Aycock und Rhoads starb auch die Stylistin der Band, Rachel Youngblood, an diesem 19. März 1982.

Jim Croce

Jim Croce.
Jim Croce Foto: Screenshot/Youtube

Der amerikanische Sänger und Songwriter veröffentlichte vier Alben und wurde 1966 mit dem Emmy ausgezeichnet. Sein fünftes Album „I got a Name“ sollte am 21. September 1973 erscheinen. Einen Tag vorher war der 30-Jährige in einem Privatflugzeug, einer Beechcraft D-18, auf dem Weg von Louisiana nach Texas. Die Maschine flog zu tief, streifte Bäume und stürzte ab. Niemand überlebte das Unglück. Sein größter Hit war „Time in a Bottle“

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